Politische Gesundheitsarbeit

Die Gesundheit der Bevölkerung kann nur durch gebündelte Anstrengungen in allen Politikfeldern wirksam und nachhaltig gefördert werden. Die Grundlage für die Entwicklung von Maßnahmen sind evidenzbasierte Daten.

Gesundheit, Alkohol und Sucht: Studien, Berichte & Statistiken 

  • Gesundheitsbericht Steiermark (2020): Ziel des Gesundheitsberichtes ist die Darstellung des Gesundheitszustandes und des Gesundheitsverhaltens der steirischen Bevölkerung sowie der gesundheitsrelevanten Rahmenbedingungen und des gesundheitsrelevanten Verhaltens im Hinblick auf die Steirischen Gesundheitsziele (Zahlen zum Alkoholkonsum finden Sie hier). Die EPIG GmbH – Entwicklungs- und Planungsinstitut für Gesundheit – hat im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark den Gesundheitsbericht erstellt. Er erscheint 2020 erstmals als interaktiver Online-Bericht, der in der Nutzung zielgerichtete und individuelle Abfragen ermöglicht. Download Kurzfassung.
  • „Prävention gegen schädlichen Alkoholkonsum“ (OECD-Studien zur Gesundheitspolitik, 2021): Schädliche Muster des Alkoholkonsums haben weitreichende Folgen für den Einzelnen, die Gesellschaft und die Wirtschaft. Mithilfe von Mikrosimulationsmodellen wurden die Kosten des Alkoholkonsums in 52 Ländern (einschließlich der OECD, der Europäischen Union und der G20-Länder) analysiert. Die OECD-Studie „Prävention gegen schädlichen Alkoholkonsum“ zeigt, wie alkoholbedingte Krankheiten die Lebenserwartung verringern, die Kosten für das Gesundheitswesen erhöhen, die Produktivität der Arbeitnehmer verringern und das BIP senken. Der Bericht erkennt zwar die Bedeutung der Alkoholindustrie in vielen Ländern an, liefert aber auch überzeugende wirtschaftliche Argumente für eine Verbesserung der Politik zur Bekämpfung des schädlichen Alkoholkonsums. Den Länderbericht für Österreich finden Sie hier zum Download.
  • „Alkoholkonsum in Deutschland und Europa während der SARS-CoV-2 Pandemie“ (2020): Die neue Studie untersucht die Veränderung des Alkoholkonsums während der SARS-CoV-2 Pandemie in Deutschland und vergleicht diesen mit anderen europäischen Ländern. FAZIT: Um den negativen Folgen des in Teilgruppen verstärkten Alkoholkonsums während der Pandemie entgegenzuwirken, sollte die Verfügbarkeit von Alkohol durch eine sinnvolle Besteuerung reduziert sowie eine Ausweitung routinemäßiger Alkoholscreenings in der allgemeinärztlichen Versorgung umgesetzt werden. Erschienen in „SUCHT“, Interdisciplinary Journal of Addiction Research.
  • „Minimum legal drinking age and the social gradient in binge drinking“ (2021): Eine neue Studie der Johannes Kepler Universität Linz und der Universität Passau untersucht den Zusammenhang zwischen dem legalen Mindestalter für den Alkoholkonsum und Alkoholmissbrauch. Das Ergebnis: Je früher Jugendliche trinken dürfen, desto wahrscheinlicher steht ihnen ein Leben mit Alkoholproblemen bevor. Besonders betroffen sind Jugendliche aus einem sozial schwächeren Umfeld.
  • Kompetenzzentrum Sucht (2020): Factsheet „Berauscht durch die Krise?“: Die Österreichische Repräsentativerhebung zu suchtrelevantem Verhalten“ wurde zwischen April und Juni 2020 durchgeführt. Rund 6.000 Teilnehmende wurden zu ihren Konsumgewohnheiten und ‐motiven befragt. Abgefragt wurden der Konsum von Alkohol, Tabakprodukten, illegalen Drogen und Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie die Nutzung von Glücksspiel und Computerspielen. Die Ergebnisse zeichnen kein eindeutiges Bild der Auswirkungen des Lockdowns auf das aktuelle Konsumverhalten. Die Reaktionen variieren in unterschiedlichen Personengruppen.
  • Österreichische Gesundheitsbefragung 2019:  Diese Erhebung wird von der Statistik Austria im Auftrag des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Arbeit sowie der Bundesgesundheitsagentur konzipiert und durchgeführt und liefert repräsentative Aussagen zum Gesundheitszustand und Gesundheitsverhalten für die österreichische Bevölkerung in Privathaushalten ab 15 Jahren. Die wichtigsten Ergebnisse  des Austrian Health Interview Survey (ATHIS) finden Sie hier zum Download. (Zahlen zum Alkoholkonsum siehe Seite 62 ff).
  • Das Handbuch Alkohol – Österreich wird seit 1999 in regelmäßigen Abständen vom Gesundheitsministerium veröffentlicht und hat sich seither zu einem Standardnachschlagewerk für unterschiedliche alkoholspezifische Fragestellungen in Österreich entwickelt. Die Publikation bietet detaillierte Hintergrundinformationen und aktuelle Daten zur Alkoholpolitik in Europa und in Österreich sowie zu alkoholspezifischen Entwicklungen in Bezug auf Alkoholkonsum und -missbrauch, Prävention und Therapie, Jugendschutz, Alkohol im Straßenverkehr, Alkohol am Arbeitsplatz, Alkohol als Wirtschaftsfaktor und alkoholspezifischen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Das aktuelle Handbuch Alkohol (2019) ist auf den Internetseiten des Gesundheitsressorts abrufbar.
  • Der Epidemiologiebericht Sucht 2019 – illegale Drogen, Alkohol und Tabak beinhaltet eine Zusammenschau der Auswertung jener Datenquellen, die im Rahmen des epidemiologischen Routine-Monitorings im Drogenbereich zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse finden Sie hier.
  • Health at a Glance 2019: Die Studie der OECD vergleicht Gesundheitsfaktoren und Gesundheitsinfrastrukturen in den OECD-Ländern und acht weiteren Ländern. Im Fokus stehen das Bevölkerungsverhalten (wie Alkohol- und Tabakkonsum oder die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen) sowie das Angebot und die Qualität von Gesundheitsdienstleistungen. Das Länderprofil Gesundheit Österreich (2019) finden Sie hier zum Download.
  • Suchtbericht Steiermark 2017 – hier geht’s zum Download. 
  • The Lancet „Global alcohol exposure between 1990 and 2017 and forecasts until 2030: a modelling study„. Eine Zusammenfassung der Studie und zentrale Ergebnisse finden Sie hier.
  • IM BLICKPUNKT Alkohol und Gesundheit (2017). Der Bericht liefert eine datenbasierte Grundlage für die Umsetzung des Steirischen Aktionsplans Alkoholprävention. Neben Daten zum Alkoholkonsum der erwachsenen steirischen Bevölkerung und von steirischen Jugendlichen werden auch die Motivlagen und Einstellungen zum Alkoholkonsum betrachtet. Alle Ergebnisse können Sie hier nachlesen.
  • Eine österreichweite Repräsentativerhebung zu Substanzgebrauch in der Allgemeinbevölkerung wurde erstmals 1994 im Auftrag des ehemaligen Bundesministeriums für Gesundheit, nun Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, durchgeführt. Nach Folgeerhebungen in den Jahren 2004 und 2008 liegen die Ergebnisse der vierten Erhebungswelle 2015 vor Die nächste Umfrage ist für 2020 geplant. Die aktuelle Situation im Überblick sowie Berichte und Statistiken zum Download gibt es hier.
  • Volkswirtschaftliche Aspekte der Alkoholkrankheit in Österreich (2013). Eine ökonomische Analyse für Österreich, durchgeführt vom Institut für Höhere Studien (IHS) – Download Endbericht.