Symposium Alkohol & Arbeit – Kommt vorbei!

Dialoge schaffen war uns immer ein großes Anliegen, daher bieten wir demnächst wieder die Gelegenheit, Wissen in einer größeren Runde auszutauschen – diesmal zum Thema Betriebliche Alkoholprävention.

Zusätzlich zu unserem derzeit stattfindenden Betriebscheck, wollen wir das Thema Alkohol am Arbeitsplatz in einer Runde diskutieren und direkt Antworten liefern.
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„Mehr-vom-Leben“-Toolkit für Betriebe

Das neue „Mehr vom Leben“-Toolkit für Betriebe unterstützt Unternehmen bei der Verankerung von Alkoholprävention. Der praxisnahe Informations-Werkzeugkoffer richtet sich an Führungskräfte, HR-ManagerInnen, ArbeitsmedizinerIinnen und -psychologInnen, Betriebsräte, Sicherheitsfachkräfte und alle am Thema interessierte Personen.

HINSCHAUEN!

Ob auf Betriebsfeiern, beim Geschäftsessen oder dem Feierabendbier nach einem stressigen Arbeitstag – Alkohol ist auch im Arbeitsleben präsent. Nicht alle Menschen schaffen dabei einen maßvollen und verantwortungsvollen Konsum: ExpertInnen schätzen, dass jede/r fünfte bis zehnte MitarbeiterIn in einem Unternehmen riskant oder schädlich Alkohol konsumiert. Die dadurch verursachten Probleme reichen von Leistungsschwankungen und Krankenständen, vermehrten Fehlern bei der Arbeit bis hin zu gefährlichen Arbeitsunfällen oder dauerhafter Arbeitsunfähigkeit.

Jeder Betrieb, egal ob großes, mittleres oder kleines Unternehmen, kann von riskantem Alkoholkonsum belastet sein – und zwar auf allen Hierarchieebenen. Trotzdem ist das Thema nach wie vor ein Tabu: Führungskräfte schauen weg, in der Hoffnung, dass sich das Problem von allein lösen wird. Kolleginnen und Kollegen schweigen aus Angst, dass der/die Betroffene den Job verlieren könnte.

VERSTEHEN!

Alkoholkonsum beeinträchtigt MitarbeiterInnen sowohl körperlich, psychisch als auch sozial. Die Folge sind hohe Kosten nicht nur im Sozial- und Gesundheitssystem, sondern auch direkt in den Betrieben.

Für den Wirtschaftsstandort Steiermark, wo rund 28.000 Arbeitgeberbetriebe knapp 400.000 Menschen beschäftigen, ist ein rechtzeitiger Blick auf das Thema Alkohol im Betrieb daher lohnenswert. Denn gesunde und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Ressource!

HANDELN & UMSETZEN!

Betriebliche Alkoholprävention ist Teil jeder modernen Unternehmenspolitik. Sie richtet sich nicht ausschließlich an Suchtkranke und Menschen mit einem riskanten Alkoholkonsum, sondern verfolgt das Ziel, gesundheitlichen Gefährdungen durch riskanten Alkoholkonsum in der gesamten Belegschaft vorzubeugen.

Das „Mehr vom Leben“-Toolkit für Betriebe ist niederschwellig, übersichtlich und umfassend. Herzstück ist ein Leitfaden mit vielen wissenswerten Informationen rund um das Thema Alkohol und Auswirkungen auf das Unternehmen sowie praktischen Handlungsempfehlungen, wie Probleme vermieden werden können. Weiters beinhaltet das Toolkit zahlreiche weiterführende Informationsmaterialien, die bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen helfen. Mit Hilfe des MvL-Kampagnenmaterials wird Alkohol in jedem Betrieb zum Thema. Wertschätzende, positive und humorvolle Inhalte zeigen, wie ein verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol im Alltag gelingen kann.

Das gesamte Kampagnen-Toolkit mit allen Unterlagen finden Sie HIER.

Alle empfohlenen Maßnahmen sind leicht umsetzbar und können an die jeweilige Betriebsgröße – vom Großbetrieb zum Kleinstbetrieb – angepasst werden. Dabei wurde besonders dem Umstand Rechnung getragen, dass die Steiermark ein KMU-Land ist.

Erkennen!

Alkoholprävention zahlt sich aus – und zwar für jedes Unternehmen! Weniger Arbeitsunfälle, höherer Produktivität, geringere rechtliche Risiken und ein besseres Betriebsklima sind nur einige Vorteile. Alkoholprävention ist nicht nur eine Investition in die Gesundheit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch eine betriebswirtschaftliche Entscheidung. Jeder Euro, der in die Prävention investiert wird, bringt bis zu drei Euro für das Unternehmen zurück.

Mit einer klaren Haltung und konsequentem Handeln bekommen Sie mit weniger Alkohol mehr Leben in Ihren Betrieb!

Weihnachtszeit braucht Leichtigkeit – mit MvL am Grazer Hauptplatz

Weihnachtsfeiern, Treffen am Weihnachtsmarkt mit Bekannten und kleinen Ausflügen mit der Familie – Alkohol ist im Advent allgegenwärtig. Weil wir darauf schauen, dass der gesundheitsbewusste Lebensstil auch über die Feiertage gelebt werden kann, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Weihnachtsmarkt am Grazer Hauptplatz ein besonderes Highlight für euch – Lightpunsch bei jedem Stand.

Der Advent ist da! Der Weihnachtszauber ist im vollen Gange und die zahlreichen Christkindlmärkte in der Steiermark locken mit festlicher Stimmung. Zu vielen traditionellen Weihnachtsfeierlichkeiten gehört es einfach dazu, Alkohol in fröhlicher Gesellschaft zu genießen. Es spricht nichts gegen ein dampfendes Heferl Glühwein – aber bleibt es immer bei einem?

Mehr Weitblick als Tunnelblick – auch während der Feiertage

In der Zeit um Weihnachten und Silvester bieten sich innerhalb weniger Tage viele Gelegenheiten, um Alkohol zu trinken –  und dann auch gerne mal über den Durst. Für gesunde Menschen gilt als akzeptable Alkoholmenge bis zu 16g Reinalkohol /Tag für Frauen und 24g Reinalkohol /Tag für Männer.

Wir finden, dass Punsch-Stände ein breiteres Angebot an alkoholfreien und leichten Punschsorten anbieten sollten, dasauch Erwachsene anspricht – unsere Devise lautet:

Letztes Jahr zur Weihnachtszeit haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass alkoholfreier Punsch nicht immer „Kinderpunsch“ heißen muss. Heuer ist Mehr vom Leben auf dem Grazer Hauptplatz mit der erwachseneren—freundlichen Alternative vertreten! Kommen Sie doch zum Punschstand und genießen Sie Lightpunsch in weihnachtlicher Atmosphäre!

Brauunion: Maßnahmen zur Alkohol-Prävention

„Als größtes Brauereiunternehmen des Landes haben wir auch soziale Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber. Wir arbeiten hier laufend an Maßnahmen und Konzepten, um die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter sicherzustellen. Das Ziel ist und bleibt ‚Null Unfälle‘,“ so Christian Gejer, Health & Safety Manager.

Christian Gejer, Health & Safety Manager der Brau Union Österreich

In unserem Blog-Artikel erzählt er, wie das Unternehmen Richtlinien und Maßnahmen zur Alkohol-Prävention entwickelt und umgesetzt hat:

Strategischer Stufenplan und klare Kommunikation

„Bereits im Jahr 2007 hat das Management Richtlinien zur Alkoholpolitik festgelegt und sich mit der Frage auseinandergesetzt, was ein bewusster Umgang mit Alkohol für das Unternehmen bedeutet. Für uns als Alkohol produzierendes Unternehmen war das anfangs nicht einfach. Aber es wurden verschiedene Regeln für verschiedene Mitarbeitergruppen festgelegt: Zum Beispiel gilt für Mitarbeiter, die LKWs oder Stapler bedienen, ein absolutes Alkoholverbot.

Parallel dazu wurde gemeinsam mit einer Suchtberatungseinrichtung ein Stufenplan ausgearbeitet, der verschiedene Maßnahmen für unterschiedliche Fälle vorsieht – diese reichen von Gesprächen über Beratung bis hin zur Begleitung des Mitarbeiters über einen gewissen Zeitraum. Uns ist es beispielsweise sehr wichtig zu unterscheiden, ob bei einem Mitarbeiter ein Suchtproblem vorliegt – in so einem Fall wollen wir als Unternehmen unterstützen – oder ob es sich um fahrlässiges Verhalten eines Mitarbeiters handelt, das wir nicht dulden können. Wenn beispielsweise der Bierführer die Null-Promille-Regelung nicht einhält, gibt es keine Toleranz unsererseits. Ein Nicht-Einhalten kann zur Auflösung des Dienstvertrags führen.

Prävention auf Management-Ebene positionieren

Ein wesentlicher Schritt für die erfolgreiche Umsetzung der betrieblichen Alkoholpolitik war, dass das Thema nicht mehr so wie früher regional am Standort behandelt wurde, sondern in die oberste Management-Ebene getragen wird – und zwar ausnahmslos. Das Führungsteam wird über jeden Fall informiert und gemeinsam mit dem Betriebsrat werden die Maßnahmen besprochen: Braucht es Unterstützung, weil ein krankhaftes Verhalten vorliegt oder braucht es personalrechtliche Konsequenzen? Wichtig ist, dass es eine einheitliche Vorgehensweise im Unternehmen gibt. Es kann nicht sein, dass das Thema in Tirol anders gehandhabt wird als in der Steiermark. Mehr Transparenz in dieser Hinsicht schafft auch mehr Akzeptanz.

Wesentlich für unsere Arbeit war es, den Betriebsrat einzubinden, weil er den größten Einfluss auf die Mitarbeiter hat. Nur so können wir etwas bewirken.

Den Trend zu weniger Alkohol nützen

Der gesellschaftliche Trend geht in Richtung alkoholreduzierter oder alkoholfreier Getränke und diese möchten wir auch unseren Mitarbeitern als Alternative näherbringen. Wenn früher ein Gebietsleiter zum Kunden gefahren ist, war es normal, dass er dort Bier trinkt. Jetzt haben wir auch gute Alternativen für unsere Mitarbeiter, in solchen Fällen alkoholfreie Produkte zu wählen. Uns ist es wichtig, dass diese Innovationen auch von unseren Mitarbeitern gekostet und getestet werden, sodass die alkoholfreien Produkte innerhalb der Belegschaft an Akzeptanz gewinnen.

Freiwillige Angebote für Mitarbeiter

Aus unserer Sicht ist das größte Problem derzeit nicht der Alkoholkonsum während der Arbeitszeit, sondern ein Unterschätzen des Restalkoholspiegels z.B. nach einer Feier am Vorabend. Hier wollen wir unsere Mitarbeiter weiter sensibilisieren und bieten an manchen Standorten bereits die Möglichkeit, sich selbst freiwillig vor Dienstbeginn zu testen.

Sollte jemand tatsächlich über der Promillegrenze liegen – weil er beispielsweise am Abend davor eine Feier hatte – dann kann er zur Führungskraft gehen und einen Urlaubs- oder Zeitausgleichstag konsumieren. Wir bestrafen diesen Mitarbeiter nicht, sondern honorieren seine Ehrlichkeit. Langfristig helfen diese Maßnahmen, das eigene Verhalten positiv zu beeinflussen.

Bei Betriebsfeiern gibt es keine Einschränkungen, auch weil wir keine Verbote aussprechen wollen, sondern einen bewussten Umgang mit Alkohol fördern. Jeder sollte sich seiner Handlungen und deren Konsequenzen bewusst sein.“

https://www.brauunion.at/

Das war das Mehr-vom-Leben Symposium Alkohol und Arbeit

Alkoholkonsum am Arbeitsplatz ist in vielen Unternehmen nach wie vor aktuell: ExpertInnen schätzen, dass jede/r fünfte bis zehnte Mitarbeiter/in in einem Unternehmen riskant oder gar schädlich Alkohol konsumiert. Es stellt sich allerdings die Frage, wie man damit in Zeiten steigenden Wettbewerbs und Fachkräftemangels umgeht. Im Symposium „Alkohol und Arbeit“ wurde über das Tabuthema gesprochen und auf brennende Fragen wurden Antworten gefunden!

Zahlen, Daten, Fakten

Alfred Uhl, von der Gesundheit Österreich GmbH, der Experte in Sachen Zahlen und Fakten zum Thema Alkohol und Alkoholprävention, hat in gewohnt kritischer Manier das Thema in verschiedenen Facetten beleuchtet. Den Vortrag finden Sie zum Download hier:
Vortrag Alfred Uhl

Alkohol und Kulturwandel

Neben juristischen Fragen wurde in der Podiumsdiskussion geklärt, dass das Thema „Alkoholkonsum am Arbeitsplatz“ behutsam angegangen werden muss, da ein Kulturwandel der gesamten Belegschaft mit einher geht. Die Führungskraft muss mit im Boot sein, klare Regeln erleichtern den Umgang und externe ExpertInnen bereichern die praktische Umsetzung.

Die Kooperationsveranstaltung von Gesundheitsfonds Steiermark, Arbeiterkammer Steiermark und Plattform Gesundheitswirtschaft der Wirtschaftskammer Steiermark hat ein spannendes Thema aufgegriffen, dem mehr Aufmerksamkeit gebührt.

von links nach rechts
Claudia Stöckler (Antenne Steiermark), Bernd Leinich (Gesundheitsfonds Steiermark), Jürgen Strohmeyer (Zellstoff Pöls AG), LR Christopher Drexler, Alfred Uhl (GÖG), Kurt Leodolter (AUVA), Karl Schneeberger (AK), Karin Loh
(WKO), Barbara Supp (Blue Monday)

Mehr-vom-Jänner – seid dabei

In den letzten Jahren hat sich eine jährliche Tradition in England und anderen europäischen Ländern eingebürgert. Beim „Dry January“, übersetzt „Trockener Jänner“, geht es darum, sich zum Start des neuen Jahres etwas Gutes zu tun und einen Monat lang auf Alkohol zu verzichten. Wir sind Trendsetter und greifen diese Tradition auf und starten unseren ersten Mehr-vom-Jänner.

Das Ende eines Jahres wird bei den meisten Leuten feucht fröhlich gefeiert. Während der Weihnachtsfeiertage und Silvester trinken die meisten mehr Alkohol als im restlichen Jahr. Darum ist es um so wichtiger für den Körper, sich im Jänner eine Pause zu gönnen und beim Mehr-vom-Jänner mitzumachen.

Safe money. Feel great.

Die englische Alkoholpräventionskampagne „Alcohol Change UK“ hat den Dry January 2013 ins Leben gerufen, nachdem Menschen neugierig waren, wie es ist, eine Zeit lang auf Alkohol zu verzichten.

Mittlerweile ist Dry January zu einer landesweiten Kampagne gewachsen, die Unterstützung von vielen englischen Gesundheitsorganisationen erhält. 2017 und 2018 haben jeweils über 4 Millionen Menschen in Großbritannien teilgenommen. Folgendes ist dabei herausgekommen:

88% der TeilnehmerInnen haben Geld gespart

71% der TeilnehmerInnen haben besser geschlafen und 67% hatten mehr Energie tagsüber

58% der TeilnehmerInnen haben Gewicht verloren

Wir finden das sind sehr überzeugende Argumente, diese Aktion auch bei uns zu starten und deshalb rufen wir zum Mehr-vom-Jänner auf.

Wir nominieren gleich einmal unsere Chefin!

Wollt ihr euren Erfolg messen? Mit diesem Kalender seht ihr, wie viel mehr ihr vom Jänner genießen könnt. Macht bei jedem Tag an dem ihr keinen Alkohol konsumiert habt, ein Kreuz und postet es uns Ende Jänner in die Kommentare.

Mehr-vom-Jänner-Kalender

Neue Schulungen zum Jugendschutz und zur Gewaltprävention

Testkäufe zeigen: An fast jeden zweiten 14- bis 15-Jährigen wurde Alkohol verkauft. Damit sich das ändert, setzen wir von „Mehr vom Leben“ auf Aufklärung und praktische Übungen.

MitarbeiterInnen in der Gastronomie, auf Tankstellen und im Handel sind beinahe täglich mit dem neuen Jugendschutz konfrontiert. Wem dürfen welche Getränke verkauft werden? Wie weise ich freundlich, aber bestimmt darauf hin, wenn Alkohol nicht gekauft werden darf? Wie wirke ich deeskalierend, sollten dabei Probleme auftreten? Diese Fragen können Sie in unserer beliebten Schulung trainieren. In einem 4-stündigen Workshop erfahren Sie, wie Sie im Alltag mit den Herausforderungen zu Jugendlichen und Alkoholprävention umgehen können.

Workshop – Ziele

  • Sensibilisierung zum Thema Alkoholprävention und Gewerbe
  • Verantwortung für Jugendschutz übernehmen
  • Wissen über Daten und Fakten zum Jugendgesetz
  • Deeskalationsmöglichkeiten mit Fallbeispielen und Argumentationstechniken
  • Praktische Tipps für die Umsetzung im Berufsalltag

Die Vortragenden, Mag. Mario Wünsch von der FA Gesellschaft Jugendschutz u. rechtliche Angelegenheiten und Roland Frühwirth, Mental- und Deeskalationstrainer gestalten die Inhalte der Schulung praxisnah anhand von alltäglichen Beispielen. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit in abschließenden Diskussionsrunden Fragen zu stellen und bekommen Informationsmaterial zur Verfügung gestellt.

Machen Sie sich ein Bild, wie so ein Workshop abläuft:

Die Absolventinnen und Absolventen der Schulung werden im Anschluss nicht nur mit dem Jugendgesetz vertraut sein, sondern auch bei künftigen Auseinandersetzungen mit KundInnen gewaltfrei und souverän reagieren können.

Kurstermine im WIFI-Süd, Seering 8, 8141 Premstätten:

Do. 7.11.2019, 15-19 Uhr (Veranstaltungsnummer: 11409.037)

Anmeldung unter monika.karner@stmk.wifi.atoder 0316/602 355.

Mit Maßnahmen wie diesen sind wir auf dem besten Weg, MitarbeiterInnen von Tankstellen, Gastronomie und Handel zum Thema Alkohol zu sensibilisieren und können so aktiven Jugendschutz in der Steiermark besser etablieren. – Bianca Heppner, Gesundheitsfonds Steiermark

Förderungen für Alkoholprävention am Arbeitsplatz

Alkoholkonsum am Arbeitsplatz ist in vielen Unternehmen nach wie vor aktuell: In der Steiermark trinken 125.000 Personen im gesundheitsgefährdenden Ausmaß. Das hat auch Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Alkoholkranke MitarbeiterInnen fehlen im Schnitt zwei- bis viermal häufiger als die Gesamtbelegschaft. Etwa ein Drittel der Arbeitsunfälle sind auf Alkohol- oder Drogenmissbrauch zurückzuführen.

„Deswegen motivieren wir Unternehmen dazu, die Chance einer Förderung zu nutzen. Das stärkt die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, lohnt sich für den Betrieb und trägt zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol bei“, erklärt Bianca Heppner von der Initiative Mehr vom Leben.

Mit der Aktion „Mehr vom Leben für Betriebe“ fördert der Gesundheitsfonds Steiermark in Kooperation mit Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer Steiermark die Umsetzung von Alkoholprävention am Arbeitsplatz. Auch 2019 können kleine, mittlere und große Unternehmen aus dem öffentlichen oder privaten Sektor bis zu 6000 Euro Förderung beantragen.

  • Mehr vom Leben-BetriebsCheck“

Qualifizierte Coaching-ExpertInnen erarbeiteten gemeinsam mit der Führungskraft des Unternehmens einen Überblick des vorhandenen Potentials zur Alkoholprävention im Betrieb im Wert von max. € 400,00.

  • „Mehr vom Leben-Projektbegleitung“

1-Jahres Projektbegleitung zur Implementierung einer Alkoholpräventionsstrategie im Betrieb durch qualifizierte Coaching ExpertInnen, gemeinsam mit den Führungs- und Schlüsselkräften im Wert von max. € 6.000,00 für Betriebe ab 50 MitarbeiterInnen, max. € 3.000,00 für Betriebe unter 50 MitarbeiterInnen.

Alle weiteren Infos sowie das Förderansuchen finden Sie hier: www.mehr-vom-leben.jetzt/foerderung-fuer-betriebe.

Das war unser 4. Mehr-vom-Leben-Netzwerktreffen

Am 5. Juni 2019 fand zum vierten Mal das Netzwerktreffen „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ in den Räumlichkeiten des Gesundheitsfonds Steiermark statt. Rund 15 Expertinnen und Experten nutzten die Gelegenheit ihr Wissen zum Thema „Alkohol und Jugend“ zu aktualisieren und sich auszutauschen.

Antonia Zengerer von Styria Vitalis präsentierte die Online Plattform „feel o.k“, ein internetbasiertes Informationsprogramm, das von Styria Vitalis österreichweit koordiniert wird.

Alle Informationen zu “feel o.k“ finden Sie unter: https://www.feel-ok.at/de_AT/jugendliche/jugendliche.cfm

Im Anschluss präsentierte Martin Riesenhuber von der Drogenberatung Steiermark Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Alkohol und Jugend, bereichert durch persönliche Beispiele mit Jugendlichen. Die Präsentation gibt´s hier zum Download.

Aktuelles zum Aktionsplan Alkoholprävention stellten Bianca Heppner und Petra Wielender (Gesundheitsfonds Steiermark) vor. Details zur Jugendschutz und Deeskalation- Schulung für Gastronomie, Handel und Tankstellen, zur Förderschiene im Rahmen der betrieblichen Alkoholprävention, über die Förderung für Ortsgruppen der Landjugend Steiermark sowie aktuelle Forschungsberichte finden Sie hier auf unserer Website.

Natürlich wurde wieder eine spannende Alternative zu Alkohol präsentiert. Ein herzliches Dankeschön an das junge und innovative Start Up „Marry-Mate+Berry“ mit Firmensitz in Graz. Der herrlich fruchtige Beereneistee hat sehr gut gemundet! Nähere Infos unter www.berried-icetea.com.

Wichtige Termine fürs Netzwerk:

12.06.2019:
Schulung in Jugendgesetz und Deeskalation für Gastronomie, Tankstelle und Handel,
Anmeldung unter WIFI Süd, monika.karner@stmk.wifi.at oder 0316/602 355.

15.06.2019:
Familiensporttag Hasenhaide, 10-16 Uhr, ASVÖ

04.12.2019:
5. Netzwerktreffen „Weniger Alkohol- Mehr vom Leben!“

„Weihnachten für mi – ka schware Partie!“

Punsch und Glühwein gehören für viele zum Besuch beim Weihnachtsmarkt dazu. Gerade wenn es draußen kalt ist, können die köstlichen Heißgetränke aber schnell zu Kopf steigen, auch weil der Alkoholgehalt je nach Angebot stark variiert. Unter dem Motto „Weihnachten für mi – ka schware Partie“ haben wir gemeinsam mit Landesrat Mag. Christopher Drexler und dem Citymanagement Graz zum Beginn des Grazer Advents auf die alkoholarmen bzw. alkoholfreien Angebote der Weihnachtsmärkte und Lokale aufmerksam gemacht.

Erste Kooperation mit Citymanagement Graz: Jugendschutz im Fokus

v.l.n.r.: Bianca Heppner (Gesundheitsfonds Steiermark), Heimo Maieritsch (Citymanager Graz), Petra Wielender (Gesundheitsfonds Steiermark), Fotocredit: Foto Fischer

Unsere erste Kooperation mit dem Citymanagement Graz – Graz Tourismus und Stadtmarketing GmbH hat das neue Jugendschutzgesetz im Fokus. Um die Grazer Weihnachtsstandlerinnen und -standler im richtigen Umgang mit Jugendlichen zu unterstützen, fand im Vorfeld ein Intensivworkshop statt, der einen Überblick über alle rechtlichen Bestimmungen gab und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern praxisnah zeigte, wie man im Alltag damit umgeht. Wem dürfen welche Getränke verkauft werden? Wie weise ich freundlich, aber bestimmt darauf hin, wenn Alkohol nicht gekauft werden darf? – diese und weitere Fragen wurden praxisnahe erörtert.

Die Pressekonferenz vor der offiziellen Eröffnung der Grazer Adventmärkte fand am 18. November statt. Als Location diente heuer der nachhaltige „Grieskindlmarkt“ am Nikolaiplatz. Unter dem Motto „Weihnachten für mi – ka schware Partie“ haben wir gemeinsam mit Citymanager Mag. Heimo Maieritsch auf die alkoholarmen bzw. alkoholfreien Angebote der Grazer Märkte und Lokale aufmerksam gemacht.

Öffnungszeiten Grieskindlmarkt am Nikolaiplatz – Der nachhaltige Weihnachtsmarkt
22. – 24.11./29.11 – 01.12./06. – 08.12./13. – 15.12./20. –22.12.2019

Landesrat Mag. Christopher Drexler unterstützt „leichten“ Punsch am Christkindlmarkt

v.l.n.r.: LR Christopher Drexler (Landesrat für Kultur, Gesundheit, Pflege und Personal), Petra Wielender (Gesundheitsfonds Steiermark), Christoph Katschner (Event-Management Grazer Adventmarkt Hauptplatz), Fotocredit: steiermark.at/Streibl

Der Christkindlmarkt am Hauptplatz ist alljährlich Mittelpunkt des Grazer Advents. Neben vielen neuen weihnachtlichen Überraschungen, die Besucherinnen und Besucher heuer erwarten, ist unsere Initiative „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ auch vertreten. Zusätzlich zu den klassischen weihnachtlichen Schmankerln & Getränken bieten einige Stände alkoholfreie bzw. -arme Alternativen an. Christoph Katschner vom „Steirer Punsch“ am Christkindlmarkt: „Die Nachfrage steigt stetig, weil die Leute mit dem Auto wieder sicher nach Hause kommen und den nächsten Tag mit klarem Kopf beginnen wollen!“ Auch Gesundheitslandesrat Mag. Christopher Drexler ist ein Fan von leichtem Punsch, er betont: „Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, nicht rauchen und mäßig Alkohol – dieses Rezept nennen praktisch alle Expertinnen und Experten, wenn es um eine gesunde Lebensweise und die Krankheitsvorbeugung geht. Deshalb haben wir die Initiative ‚Weniger Alkohol – Mehr vom Leben‘ und die dazugehörige Advent-Kampagne gestartet. Nicht, um missionarisch zu wirken und in der Adventzeit Alkohol verbieten zu wollen, sondern um mehr Bewusstsein zu schaffen und Alternativen anzubieten, um eine gesunde Lebensweise zu unterstützen.“

Öffnungszeiten Christkindlmarkt am Hauptplatz
Freitag, 22.11. bis Dienstag, 24.12.2019

Wichtig ist auch, die Wirkung von Alkohol nicht zu unterschätzen. Gerade im Straßenverkehr kann das schnell gefährliche Folgen haben: Bereits bei 0,5 Promille ist die Unfallgefahr doppelt so hoch als im nüchternen Zustand.

Deshalb gilt: Wer bei der Weihnachtsfeier oder auf dem Christkindlmarkt etwas zu viel Punsch oder Glühwein konsumiert hat, sollte das Auto lieber stehen lassen und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel, Mitfahrgelegenheiten oder ein Taxi in Anspruch nehmen!

Team Mehr vom Leben: 30 Läuferinnen beim Ladies Run am Start

Beim Ladies Run Graz sind wir am Samstag mit einem Team von 30 LäuferInnen an den Start gegangen. Gemeinsam mit VIVID Mitarbeiterinnen und dem Rugby Club Graz Frauen waren wir eines der größten Teams beim Ladies Run. 

Danke für das großartige Engagement aller Läuferinnen im Mehr-vom-Leben-Team. Gemeinsam haben wir ein starkes Zeichen für verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol gesetzt.

Wenn auch Sie Teil der „Mehr vom Leben“- Community werden möchten, senden Sie uns doch ein Email an info@mehr-vom-leben.jetzt oder erfahren Sie hier mehr.

 

„Es gibt zu viel Leid und Elend, das durch übermäßigen Alkoholkonsum entsteht und der Grat zwischen Genuss und Sucht ist schmal; darauf aufmerksam zu machen ist mir wichtig! Diese Aktion im Rahmen des Ladies Run war eine gute Gelegenheit dafür.“

– Ulli, Läuferin im „Mehr vom Leben“- Team

„Was gibt es Schöneres als Zeit mit lieben Menschen zu verbringen? Das muss nicht immer bei einem Glas Wein sein. Der Ladies Run war für mich eine tolle Gelegenheit um gemeinsam auf einen vernünftigen Umgang mit Alkohol hinzuweisen.“

– Lydia über ihr Engagement im „Mehr vom Leben“- Team

„Ich habe beim Ladies Run mitgemacht, weil ich die Initiative unterstützen möchte. Es hat super viel Spaß gemacht gemeinsam die 5km zu bestreiten und laut und sichtbar auf das Thema Alkoholprävention aufmerksam zu machen.“

– Lisa, Läuferin beim Ladies Run Graz

„Ich bin für „Weniger Alkohol – mehr vom Leben“ an den Start gegangen, um zu zeigen, dass Alkohol nicht notwendig ist um Spaß am Leben zu haben.“

– Anne, Läuferin

 

 

 

Unsere Tipps für alkoholarme Weihnachten

Rund um Weihnachten gibt es viele Gelegenheiten und Anlässe, Alkohol zu trinken. Mit unseren Tipps wird Weihnachten dieses Jahr garantiert zu keiner „schwaren Partie“:

© pixabay, tookapic
  • Punsch und Glühwein gehören zur Vorweihnachtszeit. Nutzen Sie die vielen köstlichen alkoholarmen bzw. alkoholfreien Varianten der Weihnachtsmärkte und Lokale.
  • Weihnachten wird mit gutem Essen und Trinken gefeiert. Um nicht bei jedem Familienessen Alkohol zu trinken, verabreden Sie sich doch einmal zum Weihnachtsfrühstück. Für aufgeweckte Stimmung sorgt Kaffee!
  • Weihnachtszeit ist stressige Zeit. Damit die Feierlaune ungetrübt bleibt, lassen Sie sich von niemandem überreden und überreden auch Sie niemanden, Alkohol zu trinken.
  • Alkoholfreie Tage einlegen: Genießen Sie die Ruhe und Entspannung während der Feiertage – wer keinen Rausch ausschlafen muss, hat mehr „Quality Time“, die z.B. für Sport, Spaziergänge oder ein gutes Buch genutzt werden kann.

Weitere Tipps erwarten Sie im Dezember auf Facebook und Instagram!