Die 7 größten Mythen über Alkohol

Der Faktencheck

Immer wieder hört man die selben Aussagen rund um Alkohol. Mit Strohhalm wird man schneller betrunken, klar. Mit einer fettigen Unterlage verträgt man mehr.  Doch was ist dran an den weitverbreiteten Informationen? Wir haben die größten Mythen rund um Alkohol mal genauer unter die Lupe genommen. 

Mythos 1

Wer fettig isst, verträgt mehr Alkohol

Das fällt wohl in die Kategorie Fake News.
Es ist zwar wahr, dass eine üppige Mahlzeit die Aufnahme von Alkohol im Blut verzögert, letztlich gelangt er aber trotzdem ins Gehirn – nur eben etwas später.

Mythos 2

Schnaps regt die Verdauung an

Ein Verdauungsschnapserl wird einem in Österreich sehr oft angeboten. Mit Verdauung hat das aber wenig zu tun. Zwar entspannt sich die Magenmuskulatur durch den  hochprozentigen Alkohol kurz und bekämpft so das Völlegefühl – doch zu einer gesunden Verdauung kann Schnaps nicht beitragen. Somit ist Mythos 2 auch nur ein Mythos.

Mythos 3

Ein Reparaturbier hilft immer

Stimmt ebenfalls nicht.  Der Tag nach übermäßigem Alkoholkonsum ist oft sehr unangenehm und geht mit Kopfschmerzen und Übelkeit einher. Viele Menschen schwören auf ein „Reparaturbier“ – also ein Bier am nächsten Tag um den Kater zu bewältigen. Das ist tatsächlich Blödsinn, denn der Alkoholabbau verzögert sich zwar und man fühlt sich vielleicht kurzfristig besser, doch irgendwann muss der Alkohol abgebaut werden.

Mythos 4

Nach dem Schlaf ist man wieder nüchtern 

Ein gefährlicher Irrtum.  Denn auch im Schlaf werden nicht mehr als 0,1 bis 0,2 Promille pro Stunde abgebaut.

Mythos 5

Mit einem Strohhalm wird man schneller betrunken

Gerüchte besagen, dass man schneller betrunken wird wenn man das Getränk mit einem Strohhalm trinkt, da es angeblich durch die Mundschleimhaut schneller aufgenommer wird. Das ist ein Gerücht, denn die Mundschleimhaut ist im Vergleich zum Dickdarm winzig klein und kann somit nicht mehr aufnehmen. Die Art der Zufuhr des Alkohols macht demnach keinen Unterschied – es ist die Menge Reinalkohol, die jemanden mehr oder weniger betrunken macht.

Mythos 6

Bier auf Wein, das lass sein, Wein auf Bier, das rat‘ ich dir

Ein Mythos, der bereits seit Jahrzehnten herumgeistert und sich hartnäckig hält. Es ist egal in welcher Reihenfolge Alkohol getrunken wird, das einzige was die Gesundheit und den Kater beeinflussen sind die Mengen.  Alkohol ist Alkohol, und in welcher Reihenfolge er getrunken wird, ist egal. „Experten vermuten, dass diese Weisheit historisch bedingt ist. In früheren Zeiten galt Wein als hochwertiges Getränk, während Bier etwas für arme Leute war. Wer gesellschaftlich geachtet war, war ein Weintrinker, und wenn er später beim Bier landete, so hatte er offensichtlich einen sozialen Abstieg hinter sich. Wer sich aber vom Biertrinker zum Weintrinker stilisierte, hatte einen gesellschaftlichen Aufstieg geschafft“ – so Harald Frohnwieser (siehe Quelle).

Mythos 7

Ein Glas Wein am Tag  ist gesund

Stimmt so nicht. Tatsächlich ist täglicher Alkoholkonsum mit gefährlichen Risiken verbunden. Deshalb sollte man an mindestens zwei Tagen die Woche komplett auf Alkohol verzichten und nicht mehr als 0,2l Wein (Frauen) und 0,3l Wein (Männer) trinken.

 

Quelle: vgl. Harald Frohnwieser