Steirische Vereine engagieren sich wieder

Wir freuen uns, dass sich weitere Vereine dazu entschieden haben, in ihrer Gemeinschaft einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol einzuführen. Gemeinsam können wir in der Steiermark viel verändern!

Im Rahmen unserer Mikroförderung hatten steirische Vereine wieder die Möglichkeit, Regelungen für maßvollen Umgang mit Alkohol einzuführen und dafür bis zu 500 Euro zur Aufbesserung ihrer Infrastruktur in Form von Musikinstrumenten, Sportgeräten, Uniformen etc. zu erhalten.

Diesmal haben sich die Vereine wieder verschiedenste kreative Maßnahmen und Veranstaltungen einfallen lassen, um langfristig einen gesunden Lebensstil in ihrer Community zu etablieren. So konnten insgesamt mehrere Hundert Vereinsmitglieder auf maßvollen Umgang mit Alkohol aufmerksam gemacht werden. Wir freuen uns über diesen Erfolg und bedanken uns bei allen, die mitgemacht haben!

 

Der Jujutsu Kobudo Verein Fudoshin bietet sportliche Alternativen zum regelmäßigen Fortgehen. Trainingsgeräte können jetzt auch außerhalb regulärer Einheiten genutzt werden. Bei Veranstaltungen  werden zukünftig alkoholische Getränke reduziert. 


Die Jungsteirerkapelle Feldbach  hat sich darauf geeinigt, dass  alkoholfreie Getränke im Musikheim gratis ausgeschenkt werden  und bei Musikertreffen regionale Fruchtsäfte alternativ zu Schnaps angeboten werden.

 


Der Musikverein Liebenau  hat einen Workshop mit VIVID veranstaltet. Zusätzlich werden alkoholfreie Getränke im Probelokal gratis und bei Festen vergünstigt angeboten.

 


Die Sängerrunde Spielberg-Sachendorf hat seine Vereinsstatuten aktualisiert und einen alkoholfreien Vereinsausflug organisiert.

 

 


Der SV Novo Athletics hat Workshops und Seminare zur Suchtprävention für Sportler und Trainer organisiert. In Zukunft wird der Verein alkoholfreie Veranstaltungen abhalten.

 


Der TTC Feldkirchen setzt auf Bewusstseinsbildung durch Plakate und bietet preisgünstige alkoholfreie Getränke für seine Mitglieder.

 

 


TUS Spielberg Sektion Karate bietet frische Säfte aus der Region und ihren alkoholfreien Karate-Cocktail in den Vereinsfarben zum Spezialpreis.

 

 


Der UFC Fehring hat in einer Vereinsvereinbarung festgehalten, dass vom Verein selbst bei Jugendhallen-Cups kein Alkohol ausgeschenkt wird.

 

 


Der USG Grambach hat sich „Weniger Alkohol-Mehr vom Leben“ Sportwimpel besorgt, die neue Position „Suchtbeauftragter“ im Vorstand eingeführt und einen Artikel zum Thema Sport und Alkohol in ihrer Gemeindezeitung veröffentlicht.


Der Weststeirische Fliegerclub macht mit Plakaten, Infomaterial und Diskussionsrunden auf die Aktion aufmerksam und vergibt bei Wettbewerben alkoholfreie Siegerpreise und Geschenkskörbe.

 


Der Jujutsu Kobudo Verein Heijoshin hat in einer Diskussionsrunde Vereinsregeln für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol auf Plakaten festgehalten und bietet alkoholfreie Getränke jetzt günstiger an.

 


Die Naturfreunde Steiermark setzen auf Bewusstseinsbildung. Bei Veranstaltungen werden gesunde Alternativen angeboten, um ein Umdenken zu bewirken. Auch Eltern werden einbezogen und haben eine Vorbildwirkung.

 


Die Bar der Ortsmusikkapelle St.Martin am Wöllmißberg wird in die Verantwortung der Jugend übergeben. Zusätzlich besuchten die Mitglieder einen Vortrag einer Diätologin, um zu erfahren, wie man bewusst mit Alkohol umgeht.

Werden Sie Unterstützer_In

Unserer Allianz für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol haben sich bereits viele Steirerinnen und Steirer angeschlossen. Werden auch Sie jetzt aktiv und Teil dieser Allianz!

Mit dem Unterzeichnen und Einhalten der Unterstützungserklärung tragen Sie aktiv dazu bei, dass die gefährlichen Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum in der Steiermark reduziert werden.

Hier können Sie die Unterstützungserklärung downloaden und ausdrucken.

Jetzt unterschreiben!

Unterstützungserklärung

Um die gefährlichen Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum in der Steiermark zu verringern und die schönen Momente des Lebens bewusst zu genießen, unterstütze ich die Initiative „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“. Daher entschließe ich mich freiwillig Folgendem nachzukommen:

                        * … im täglichen Leben ein Vorbild  zu sein und bewusst zu genießen
                        * …den Jugendschutz ernst zu nehmen und einzuhalten. 

                        * … niemanden zu überreden, Alkohol zu trinken.

                        * …auch mit alkoholfreien Getränken anzustoßen.

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Erzähle deinen FreundInnen davon, damit auch sie ein starkes Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol setzen.

   


Bisherige UnterstützerInnen
158 Eva B.
157 Heinz H.
156 Jasmin K.
155 Bianca H.
154 Petra R.
153 Christine K.
152 Bettina A.
151 Daniela K.
150 Katharina V.
149 Kurt H.
148 Jo W.
147 Michelle S.
146 Ruth z.
145 Gabriele S.
144 Elisabeth C.
143 Erich B.
142 ERIKA R.
141 Manfred R.
140 Rudolf K.
139 Daniela T.
138 Andrea F.
137 Herbert K.
136 Alois K.
135 Martina S.
134 Nicola W.
133 Astrid L.
132 Andreas R.
131 Ralf W.
130 Veronika K.
129 Gernot W.
128 Sabine H.
127 Alois N.
126 Kathrin P.
125 Wolfgang D.
124 Maurizio N.
123 Patrick H.
122 Daniela M.
121 Gerald Ernst W.
120 Gabriele L.
119 Philipp Alexander G.
118 Alois R.
117 Margit P.
116 Martina K.
115 Fabian P.
114 Walburga F.
113 Birgit D.
112 Isabella G.
111 Angelika S.
110 Elisabeth G.
109 Tobias W.
108 Maria S.
107 Kurt L.
106 Joerg-peter P.
105 Petra F.
104 Mario S.
103 Jürgen S.
102 Christine P.
101 Jakob G.
100 Michaela H.
99 Robert L.
98 Sandra S.
97 Pascale S.
96 Christian K.
95 Marlene P.
94 Astrid M.
93 Mathias P.
92 Wolfgang N.
91 Alexandra H.
90 Michaela S.
89 Andrea E.
88 Kurt W.
87 Maria Z.
86 Herbert E.
85 Erika S.
84 Birgit P.
83 Katharina P.
82 Lukas A.
81 Dieter M.
80 Muna A.
79 Gerda S.
78 Christine O.
77 Peter S.
76 Gerlinde W.
75 Christian G.
74 Julia N.
73 Helga T.
72 Birgit S.
71 Werner O.
70 eckhard l.
69 Bettina P.
68 Birgit L.
67 Martina N.
66 Michaela C.
65 Rupert S.
64 Johannes P.
63 Maria P.
62 Sebastian W.
61 Astrid K.
60 Roland U.
59 horst k.
58 Bernhard T.
57 Ursula H.
56 Barbara B.
55 Alida R.
54 Anita M.
53 Peter K.
52 August P.
51 Erwin N.
50 Wolfgang H.
49 Eva G.
48 Werner G.
47 Isabella E.
46 monika r.
45 petra D.
44 Renate S.
43 Alexandra M.
42 Eva T.
41 Barbara F.
40 Lisa B.
39 Anne R.
38 Raphaela G.
37 Gerhard Ernst W.
36 Florian N.
35 Petra P.
34 Nadja L.
33 Barbara S.
32 Manuela H.
31 Kerstin H.
30 Julia S.
29 Peter F.
28 Sonia G.
27 Edith H.
26 Ulrike R.
25 Julia Anna B.
24 Beatrice B.
23 Linda M.
22 Judy G.
21 Katharina N.
20 Martina S.
19 Kathrin H.
18 Anna A.
17 Michaela S.
16 Sandra M.
15 Maria P.
14 Martina S.
13 Lydia S.
12 Annemarie E.
11 Alexandra B.
10 Simone S.
9 Johannes S.
8 Bianca H.
7 Kristina W.
6 Nicole R.
5 Petra W.
4 Kurt O.
3 Miriam M.
2 Anna D.
1 anna o.

Weihnachtszeit braucht Leichtigkeit – mit MvL am Grazer Hauptplatz

Weihnachtsfeiern, Treffen am Weihnachtsmarkt mit Bekannten und kleinen Ausflügen mit der Familie – Alkohol ist im Advent allgegenwärtig. Weil wir darauf schauen, dass der gesundheitsbewusste Lebensstil auch über die Feiertage gelebt werden kann, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Weihnachtsmarkt am Grazer Hauptplatz ein besonderes Highlight für euch – Lightpunsch bei jedem Stand.

Der Advent ist da! Der Weihnachtszauber ist im vollen Gange und die zahlreichen Christkindlmärkte in der Steiermark locken mit festlicher Stimmung. Zu vielen traditionellen Weihnachtsfeierlichkeiten gehört es einfach dazu, Alkohol in fröhlicher Gesellschaft zu genießen. Es spricht nichts gegen ein dampfendes Heferl Glühwein – aber bleibt es immer bei einem?

Mehr Weitblick als Tunnelblick – auch während der Feiertage

In der Zeit um Weihnachten und Silvester bieten sich innerhalb weniger Tage viele Gelegenheiten, um Alkohol zu trinken –  und dann auch gerne mal über den Durst. Für gesunde Menschen gilt als akzeptable Alkoholmenge bis zu 16g Reinalkohol /Tag für Frauen und 24g Reinalkohol /Tag für Männer.

Wir finden, dass Punsch-Stände ein breiteres Angebot an alkoholfreien und leichten Punschsorten anbieten sollten, dasauch Erwachsene anspricht – unsere Devise lautet:

Letztes Jahr zur Weihnachtszeit haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass alkoholfreier Punsch nicht immer „Kinderpunsch“ heißen muss. Heuer ist Mehr vom Leben auf dem Grazer Hauptplatz mit der erwachseneren—freundlichen Alternative vertreten! Kommen Sie doch zum Punschstand und genießen Sie Lightpunsch in weihnachtlicher Atmosphäre!

Maturareise mal anders

Gast-Bloggerin und Maturantin Florentina erklärt warum Maturareise und zu viel Alkohol eigentlich gar nicht zusammenpassen.

Die wahrscheinlich meist gestellte Frage, die man sich zur Zeit beim small talk mit anderen gestressten Maturanten stellt, ist wo es auf Maturareise hingehen wird. Alle fiebern darauf hin, die Matura (hoffentlich)  hinter sich gebracht zu haben und feiern gehen zu können, besser gesagt sich am besten gleich eine Woche lang niederzusaufen, als Zeichen der Freiheit. 

Doch ist das wirklich das Wahre? Ist Komasaufen der Sinn einer Abschlussreise ? 

Die meisten Leute können dir nach einem solchen Sauftrip gar nicht wirklich erzählen wie es war, da sie sich einfach nicht erinnern können, wird schon gepasst haben, Hauptsache Alkohol ist die Devise.

Summersplash & Co versprechen eine unvergessliche Maturareise, eine beinahe utopische Annahme, bei solch einem Alkoholkonsum und Dauerkater zu meinen das man alles in Erinnerung behält.

Doch warum macht man eine Maturareise und was sind wirklich wichtige Hintergedanken? 

Das wohl wichtigste ist der Gemeinschaftsgedanke, die letzte gemeinsame Reise, das letzte mal zusammen nach so vielen Jahren  in der Schule, man wünscht sich einen schönen Abschluss. Die Reise sollte die Krönung darstellen, man sollte zusammen was erleben, die Gemeinschaft noch einmal aufleben lassen und natürlich auch feiern, aber vielleicht so dass auch andere Dinge möglich sind und nicht nur Übelkeit, Kopfweh und co auf dem Tagesplan stehen.

Um genau diese Wünsche umzusetzen sollte man Alternativen überdenken, die vielleicht wirklich unvergesslich werden. 

Eine Möglichkeit wäre beispielsweise eine Villa in einem gewünschten Land für eine Woche zu mieten und die Reise ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten!  Denn wenn man so eine Villa mietet kann man sich den Preis mit den Klassenkollegen teilen und so bleibt nur ein kleiner Teil übrig. Bei diesen Angeboten sind eigentlich wenig Grenzen von einem Haus direkt am Meer bis zum eigenem Pool, Billardtisch und Sauna und  ist alles dabei. Man kann sich in diesem Fall seine Zeit komplett frei einteilen, man ist komplett unabhängig und stärkt durch gemeinsames Kochen und das Zusammenleben im allgemeinen die Gemeinschaft noch zusätzlich. Von Party über sportliche Aktivitäten und kulturellem Angebot, auf so einer Reise wäre sicher für jeden das passende dabei.

 

 

Mocktail-Mixen leicht gemacht

Lange wurde Alkohol bei Feierlichkeiten als Muss angesehen. Das ändern wir und zeigen Alternativen auf!

Auch ohne oder mit weniger Alkohol gibt´s richtig gute Stimmung wie aufgeklärte Party-Trends zeigen: Party-Konzepte, die auf Alkohol und Zigaretten verzichten, werden immer häufiger und entsprechen dem Trend der Zeit.  Cocktails, die vermehrt auch alkoholfrei angeboten werden, erfreuen sich größter Beliebtheit.

„Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ ist salonfähig geworden und das gefällt uns sehr! 

Auf unserer Facebook-Seite teilen wir regelmäßig super einfache und saisonale Mocktails, Smoothies und Säfte zum Nachmixen. In dieser Galerie findet man alle Rezepte auf einen Blick: 

Grillfest mit weniger Promille

Bei einem sommerlichen Grillfest spielen Getränke eine große Rolle. Manch einer denkt jetzt fast automatisch an ein Glas Bier oder an einen Sommerspritzer.

Aber wie ist das eigentlich mit dem Konsum von Alkohol?
24 Gramm für den Mann und 16 Gramm Alkohol pro Tag für die Frau sollten die Höchstgrenze sein. Das entspricht 0,6 Liter Bier oder 0,3 Liter Wein bei den Männern und 0,4 Liter Bier oder 0,2 Liter Wein bei den Frauen. Diese Angabe ist natürlich nicht als Empfehlung zu verstehen, täglich promillehältige Drinks zu konsumieren. Gesunden Erwachsenen wird empfohlen, regelmäßig alkoholfreie Tage einzulegen. Denken Sie auch an die Vorbildwirkung von Erwachsenen auf den Nachwuchs. Der sollte nicht „fröhlich sein“ und „entspannt sein“ automatisch mit „Alkohol trinken“ verbinden.

Bei einem Grillfest kann und soll man auch attraktive alkoholfreie Alternativen anbieten: Etwa große Krüge, in denen Wasser mit verschiedenen Obstsorten, Kräutern oder Gemüse zur Aromatisierung und zur Dekoration angereichert ist. Zitrone, Orange, Melone, Minze, Melisse oder Gurke, all das schmeckt frisch und köstlich.

Oder man mixt alkoholfreie Cocktails. Hier zwei leckere Rezepte für alkoholfrei Drinks. 

 Hugo ohne Promille (Virgin Hugo)

Zutaten für 1 Glas:

1/2 Limette

einige Blätter frische (Pfeffer-)Minze

1 EL Holunderblütensirup

ca. 250 ml prickelndes Mineralwasser

Eiswürfel

Zubereitung: Die halbe Limette in Scheiben schneiden und mit der Minze und den Eiswürfeln in ein Glas geben. Mit dem Holunderblütensirup und dem Mineralwasser aufgießen. Nach Belieben die Minze mit einem Strohhalm zerstoßen, umrühren und genießen.

Alkoholfreie Beerenbowle  

Zutaten für 4 Portionen

0,8 Liter Bitter Lemon

0,2 Liter Tonic water

0,2 Liter Ginger Ale

0,4 kg Beeren (Tiefkühlbeeren gemischt)

 

Und natürlich gibt es zahlreiche alkoholfreie Varianten von alkoholischen Getränken. Für die Liebhaber des Biergeschmacks gibt es z.B. alkoholfreies Bier. Dieses steht inzwischen seinem berauschten Bruder in puncto Geschmack in nichts mehr nach. Auch Wein und Sekt gibt es alkoholfrei.

In diesem Sinne genießen Sie ein rauschendes Fest mit wenig Promille!

Das war unser 4. Mehr-vom-Leben-Netzwerktreffen

Am 5. Juni 2019 fand zum vierten Mal das Netzwerktreffen „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ in den Räumlichkeiten des Gesundheitsfonds Steiermark statt. Rund 15 Expertinnen und Experten nutzten die Gelegenheit ihr Wissen zum Thema „Alkohol und Jugend“ zu aktualisieren und sich auszutauschen.

Antonia Zengerer von Styria Vitalis präsentierte die Online Plattform „feel o.k“, ein internetbasiertes Informationsprogramm, das von Styria Vitalis österreichweit koordiniert wird.

Alle Informationen zu “feel o.k“ finden Sie unter: https://www.feel-ok.at/de_AT/jugendliche/jugendliche.cfm

Im Anschluss präsentierte Martin Riesenhuber von der Drogenberatung Steiermark Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Alkohol und Jugend, bereichert durch persönliche Beispiele mit Jugendlichen. Die Präsentation gibt´s hier zum Download.

Aktuelles zum Aktionsplan Alkoholprävention stellten Bianca Heppner und Petra Wielender (Gesundheitsfonds Steiermark) vor. Details zur Jugendschutz und Deeskalation- Schulung für Gastronomie, Handel und Tankstellen, zur Förderschiene im Rahmen der betrieblichen Alkoholprävention, über die Förderung für Ortsgruppen der Landjugend Steiermark sowie aktuelle Forschungsberichte finden Sie hier auf unserer Website.

Natürlich wurde wieder eine spannende Alternative zu Alkohol präsentiert. Ein herzliches Dankeschön an das junge und innovative Start Up „Marry-Mate+Berry“ mit Firmensitz in Graz. Der herrlich fruchtige Beereneistee hat sehr gut gemundet! Nähere Infos unter www.berried-icetea.com.

Wichtige Termine fürs Netzwerk:

12.06.2019:
Schulung in Jugendgesetz und Deeskalation für Gastronomie, Tankstelle und Handel,
Anmeldung unter WIFI Süd, monika.karner@stmk.wifi.at oder 0316/602 355.

15.06.2019:
Familiensporttag Hasenhaide, 10-16 Uhr, ASVÖ

04.12.2019:
5. Netzwerktreffen „Weniger Alkohol- Mehr vom Leben!“

Bierzelt – Blasmusik

Der Steirische Blasmusikverband hat genug vom Bierzelt-Klischee. Obmann Erich Riegler über die Beweggründe für das Engagement für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Alkohol:

Ich mache die Beobachtung, dass sehr viele regionale Medien sehr gerne und meist sehr objektiv über die Geschehnisse, und damit oft über sehr schöne Erfolge von Musikkapellen und die Ereignisse rund um Musikerinnen und Musiker berichten. Wenn man größere Medien betrachtet, wie landesweit gekaufte Zeitungen oder gar unser „Staatsfernsehen“, so ist die Berichterstattung über die sehr zahlreichen Aktivitäten in den Reihen der Blasmusik sehr selten. Und, was auffällt und viel schlimmer für unser Image ist, wird die Darstellung der„Blasmusik“ oft klischeehaft vermittelt.

„Mehr vom Leben“ im Magazin den Steirischen Blasmusikverbandes.

Nicht selten ist ein Bierkrügerl in der Hand eines Musikers die Hauptdarstellung auf Bildern.
Der eigentliche Grund für einen Zeitungsartikel oder Fernsehbeitrag rückt damit in den Hintergrund. Blasmusik ist äußerst bunt und vielfältig. (…) Die Insider wissen natürlich, wie viel Probenaufwand, wie viel Arbeit mit der Jugend in der Ausbildung, wie viel Engagement in der Organisation durch Funktionäre, und vor allem wie viel Ehrenamtlichkeit aller Beteiligten zum Gelingen eines komplexen Musikbetriebes einer Musikkapelle notwendig ist.

Ich bin zutiefst überzeugt davon, dass dies die Gründe, neben den persönlichen Herausforderungen, sind, warum nach wie vor sehr viele Jugendliche zu den Blasmusikkapellen kommen und dort eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung finden. Dabei üben sehr viele Funktionäre einen sehr verantwortungsvollen Umgang mit Kindern und Jugendlichen aus, die ihnen ja in der Zeit der Proben und Auftritte, oder gar bei Konzertreisen und Fahrten zu auswärtigen Auftritten vertrauensvoll von ihren Eltern anvertraut werden. All das wäre nicht möglich, wenn die Strukturen und Vorgangsweise nicht in Ordnung wären, und vor allem der Jugendschutz gewährleistet wird. Wenn etwa ein Blasmusiker nach einem Frühschoppenkonzert ein Bier konsumiert, dann ist das nicht ursächlich mit der Blasmusik zusammenhängend, wie oft unterschwellig vermittelt wird.

Ein Blasmusiker wird auf Festen nicht mehr und nicht weniger konsumieren, wie jeder andere auch.
Daher setze ich mich ganz besonders gegen diese Klischeedarstellungen ein! Für den Schutz unserer Blasmusikjugend und auch für uns Erwachsene sind natürlich nicht nur die Funktionäre in den Musikkapellen verantwortlich. Es ist jede Musikerin und jeder Musiker gefordert mit bestem Beispiel voranzugehen.

Um die Ernsthaftigkeit dieser Problematik zu unterstreichen schließt sich der Steirische Blasmusikverband gerne der Initiative des Gesundheitsfonds Steiermark „Weniger Alkohol –Mehr vom Leben“ an.

Erich Riegler,

Landesobmann Steierischer Blasmusikverband

 


Der vollständige Text von Erich Riegler ist im Magazin JOHANN erschienen. Freundlicherweiße dürfen wir ihn auch an dieser Stelle veröffentlichen. 

„Weihnachten für mi – ka schware Partie!“

Punsch und Glühwein gehören für viele zum Besuch beim Weihnachtsmarkt dazu. Gerade wenn es draußen kalt ist, können die köstlichen Heißgetränke aber schnell zu Kopf steigen, auch weil der Alkoholgehalt je nach Angebot stark variiert. Unter dem Motto „Weihnachten für mi – ka schware Partie“ haben wir gemeinsam mit Landesrat Mag. Christopher Drexler und dem Citymanagement Graz zum Beginn des Grazer Advents auf die alkoholarmen bzw. alkoholfreien Angebote der Weihnachtsmärkte und Lokale aufmerksam gemacht.

Erste Kooperation mit Citymanagement Graz: Jugendschutz im Fokus

v.l.n.r.: Bianca Heppner (Gesundheitsfonds Steiermark), Heimo Maieritsch (Citymanager Graz), Petra Wielender (Gesundheitsfonds Steiermark), Fotocredit: Foto Fischer

Unsere erste Kooperation mit dem Citymanagement Graz – Graz Tourismus und Stadtmarketing GmbH hat das neue Jugendschutzgesetz im Fokus. Um die Grazer Weihnachtsstandlerinnen und -standler im richtigen Umgang mit Jugendlichen zu unterstützen, fand im Vorfeld ein Intensivworkshop statt, der einen Überblick über alle rechtlichen Bestimmungen gab und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern praxisnah zeigte, wie man im Alltag damit umgeht. Wem dürfen welche Getränke verkauft werden? Wie weise ich freundlich, aber bestimmt darauf hin, wenn Alkohol nicht gekauft werden darf? – diese und weitere Fragen wurden praxisnahe erörtert.

Die Pressekonferenz vor der offiziellen Eröffnung der Grazer Adventmärkte fand am 18. November statt. Als Location diente heuer der nachhaltige „Grieskindlmarkt“ am Nikolaiplatz. Unter dem Motto „Weihnachten für mi – ka schware Partie“ haben wir gemeinsam mit Citymanager Mag. Heimo Maieritsch auf die alkoholarmen bzw. alkoholfreien Angebote der Grazer Märkte und Lokale aufmerksam gemacht.

Öffnungszeiten Grieskindlmarkt am Nikolaiplatz – Der nachhaltige Weihnachtsmarkt
22. – 24.11./29.11 – 01.12./06. – 08.12./13. – 15.12./20. –22.12.2019

Landesrat Mag. Christopher Drexler unterstützt „leichten“ Punsch am Christkindlmarkt

v.l.n.r.: LR Christopher Drexler (Landesrat für Kultur, Gesundheit, Pflege und Personal), Petra Wielender (Gesundheitsfonds Steiermark), Christoph Katschner (Event-Management Grazer Adventmarkt Hauptplatz), Fotocredit: steiermark.at/Streibl

Der Christkindlmarkt am Hauptplatz ist alljährlich Mittelpunkt des Grazer Advents. Neben vielen neuen weihnachtlichen Überraschungen, die Besucherinnen und Besucher heuer erwarten, ist unsere Initiative „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ auch vertreten. Zusätzlich zu den klassischen weihnachtlichen Schmankerln & Getränken bieten einige Stände alkoholfreie bzw. -arme Alternativen an. Christoph Katschner vom „Steirer Punsch“ am Christkindlmarkt: „Die Nachfrage steigt stetig, weil die Leute mit dem Auto wieder sicher nach Hause kommen und den nächsten Tag mit klarem Kopf beginnen wollen!“ Auch Gesundheitslandesrat Mag. Christopher Drexler ist ein Fan von leichtem Punsch, er betont: „Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, nicht rauchen und mäßig Alkohol – dieses Rezept nennen praktisch alle Expertinnen und Experten, wenn es um eine gesunde Lebensweise und die Krankheitsvorbeugung geht. Deshalb haben wir die Initiative ‚Weniger Alkohol – Mehr vom Leben‘ und die dazugehörige Advent-Kampagne gestartet. Nicht, um missionarisch zu wirken und in der Adventzeit Alkohol verbieten zu wollen, sondern um mehr Bewusstsein zu schaffen und Alternativen anzubieten, um eine gesunde Lebensweise zu unterstützen.“

Öffnungszeiten Christkindlmarkt am Hauptplatz
Freitag, 22.11. bis Dienstag, 24.12.2019

Wichtig ist auch, die Wirkung von Alkohol nicht zu unterschätzen. Gerade im Straßenverkehr kann das schnell gefährliche Folgen haben: Bereits bei 0,5 Promille ist die Unfallgefahr doppelt so hoch als im nüchternen Zustand.

Deshalb gilt: Wer bei der Weihnachtsfeier oder auf dem Christkindlmarkt etwas zu viel Punsch oder Glühwein konsumiert hat, sollte das Auto lieber stehen lassen und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel, Mitfahrgelegenheiten oder ein Taxi in Anspruch nehmen!

Was bedeutet „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“?

7. Fachtagung der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung – Sektion Süd

Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung hat für die diesjährige Fachtagung der Sektion Süd das Thema „Alkohol: Gesundheit – Sucht – Genuss“ gewählt.

In diesem Rahmen durften wir den Aktionsplan Alkoholprävention des Landes Steiermark vorstellen. Der Tag wurde intensiv genutzt, um diese komplexe Thematik und ihre spannenden Themenbereiche zu diskutieren.

Zu Beginn durften wir aus der Vogelperspektive einen Blick auf die Gesellschaft und ihren Umgang mit Alkohol und den daraus entstehenden Herausforderungen sowie den Regulierungsmöglichkeiten (z.B. Aktionsplan Alkoholprävention der Steiermark) werfen.

Der Bogen wurde gespannt von der Entwicklungsgeschichte der Alkoholproduktion mit Beginn vor tausenden von Jahren über die unterschiedlichsten soziokulturellen und religiösen Mustern im Konsumverhalten (Elisabeth Fattinger- FH Joanneum) bis hin zur Frage Alkohol – Frauen – Recht (Anita Ziegerhofer, KF- Universität), die übrigens im 19. Jahrhundert aufgrund ihrer gesellschaftlichen Rolle als Mutter und Ehefrau, Sorge für ein alkoholfreies Leben ihrer Kinder und auch ihrer Männer tragen mussten.

Werner Luttenberger (LK Stmk.) gab einen Einblick in den Weinbau. Nebst Veränderungen in den letzten Jahrhunderten für den Steirischen Wein, präsentierte er die Initiative „Wine in Moderation“, die die KonsumentInnen über den richtigen und moderaten Umgang mit Wein aufklärt.

Nach der Mittagspause wurde von der Gesellschaftsperspektive in die Individuen-Perspektive übergegangen und die Auswirkungen des Alkoholkonsums auf den Körper beleuchtet. Stoffwechselstörungen und Erkrankungen, die mit einem chronischen Alkoholmissbrauch in Zusammenhang stehen sowie die Grenze zwischen risikoarmen und gesundheitsschädigendem Alkoholkonsum wurden von Günter Krejs (MedUni Graz) und Karl-Heinz Wagner (Uni Wien) diskutiert.

Christoph Kraus (MedUni Wien) wies in seinem Vortrag auf die wichtige Rolle der AllgemeinmedizinerInnen in der Früherkennung eines problematischen Konsumverhaltens hin. AllgemeinmedizinerInnen sind aufgrund ihrer hohen Erreichungsquote für eine Früherkennung und rechtzeitige Behandlung in einer idealen Position. Ein wichtiger Behandlungsfaktor dabei ist vor allem die Patienten-Arzt-Beziehung.

Sehr spannend war auch von Eva Derndorfer (Buchautorin) zu hören, welchen Einfluss der Alkoholgehalt auf Geruch, Geschmack und Mundgefühl von alkoholischen Getränken hat. Zum Abschluss hörten wir von Sonja Lackner (MedUni Graz) noch einen spannenden Vortrag über den Einfluss des Alkohols auf die physische Leistungsfähigkeit. Welche Unterschiede im Alkoholkonsum zwischen Sportlern und Nicht-Sportlern sowie verschiedenen Sportarten beobachtet werden können.

Abrunden durften wir diesen spannenden und facettenreichen Tag mit unserer Umfrage was „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ für die TeilnehmerInnen persönlich bedeutet. Die Ergebnisse haben wir hier zusammengefasst:

 

Unsere Tipps für alkoholarme Weihnachten

Rund um Weihnachten gibt es viele Gelegenheiten und Anlässe, Alkohol zu trinken. Mit unseren Tipps wird Weihnachten dieses Jahr garantiert zu keiner „schwaren Partie“:

© pixabay, tookapic
  • Punsch und Glühwein gehören zur Vorweihnachtszeit. Nutzen Sie die vielen köstlichen alkoholarmen bzw. alkoholfreien Varianten der Weihnachtsmärkte und Lokale.
  • Weihnachten wird mit gutem Essen und Trinken gefeiert. Um nicht bei jedem Familienessen Alkohol zu trinken, verabreden Sie sich doch einmal zum Weihnachtsfrühstück. Für aufgeweckte Stimmung sorgt Kaffee!
  • Weihnachtszeit ist stressige Zeit. Damit die Feierlaune ungetrübt bleibt, lassen Sie sich von niemandem überreden und überreden auch Sie niemanden, Alkohol zu trinken.
  • Alkoholfreie Tage einlegen: Genießen Sie die Ruhe und Entspannung während der Feiertage – wer keinen Rausch ausschlafen muss, hat mehr „Quality Time“, die z.B. für Sport, Spaziergänge oder ein gutes Buch genutzt werden kann.

Weitere Tipps erwarten Sie im Dezember auf Facebook und Instagram!

Alkohol… it’s a loong story

Alkohol ist eine der ältesten Drogen der Menschheit und hat eine jahrtausendealte Tradition. Gleichlang kennen die Völker seine enthemmende, entspannende und berauschende Wirkung. Vor rund 12.000 Jahren wurde der Alkohol von den Menschen eher zufällig entdeckt – durch den Gärungsprozess überreifer Früchte.

Altertum

Vor etwa 7.000 Jahren gab es erste Hinweise auf den Anbau von Weinreben. Über Ägypten kam die Weinkultur nach Europa.

Vor etwa 4.000 Jahren waren 70 verschiedene Biersorten bekannt.

Alkoholische Getränke sind seit Jahrtausenden Bestandteil im Alltag des Menschen. Sie dienten als Durstlöscher und wegen ihres hohen Kaloriengehalts oft auch als Nahrungsmittel.

Zu diesem Zeitpunkt gab es kaum Probleme mit übermäßigem Alkoholkonsum. Alkoholische Getränke waren nur relativ kurze Zeit haltbar und somit zeitlich begrenzt verfügbar. Alkohol gab es nur zu bestimmten Jahreszeiten und aufgrund der eingeschränkten Transportmöglichkeiten war Alkohol auch nur in bestimmten Regionen erhältlich.


Mittelalter

Durch die Weiterentwicklung des Bierbrauens im frühen Mittelalter, besonders in den Klöstern, wurden alkoholische Getränke zu einem beliebten Volksgetränk. Erste Wirtshäuser entstanden. Die Herstellung und der Verkauf von Alkohol wurden zu einem wirtschaftlichen Faktor.

 

Es brauchte nicht lange und es kam zur ersten Alkoholkrise.  Eine der Ursachen der ersten Alkoholkrise war die Erfindung des Branntweins, die Rede war von der „Branntweinpest“. Alkohol wurde haltbarer, dadurch wurde er auch über weite Distanzen transportfähig und somit jederzeit verfügbar.

Es wurden verschiedene Initiativen ins Leben gerufen, um der Lage Herr zu werden. Im Jahr 1517 wurden erste Abstinenzvereine gegründet. Im ganzen Land wurden Flugblätter verteilt, um auf die Gefahren des Alkohols aufmerksam zu machen und es wurde dazu aufgefordert, den Alkoholkonsum zu reduzieren.


19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert, mit der Industrialisierung und neuer Transportmöglichkeiten (Eisenbahn) nahm die Alkoholindustrie und der Alkoholhandel einen florierenden Aufschwung.

Durch die fortschrittliche Brenntechnik im 19. Jahrhundert wurde der Branntwein immer billiger und ein übermäßiger Alkoholkonsum verbreitete sich auch in den Unterschichten. Alkohol wurde zunehmend zum Problem.

Im 19. Jahrhundert wurde „Alkoholismus“ bereits als Krankheit betrachtet.

A physician advising his reluctant patient to avoid alcohol
Credit: Wellcome Library, London. Wellcome Images

 

(Quelle: Lindenmeyer 2016. Lieber schlau als blau. 9., überarbeitete und erweiterte Auflage.)