„Ans geht no… oder?“

Erst unbewusst, dann automatisch: Der schleichende Alkoholkonsum kennt keine Grenzen. Und wird genau darum erst als Problem erkannt, wenn er schon eines ist. Bewusstseinsbildung hilft. 

Große Entscheidung sind meistens gut überlegt: Man informiert sich genau und fragt Freunde und Bekannte; man bespricht sich mit seiner Familie und wägt gemeinsam Vor- und Nachteile gegeneinander ab – und dann trifft man eine Entscheidung. Ganz bewusst, am besten ganz rational.

Es sind aber die kleinen Entscheidungen, die wir täglich treffen, die in Summe unser Leben bestimmen. Und die laufen sehr viel unbewusster: Die Entscheidung, was man bestellt. Die Entscheidung, ob man noch Eines trinkt. Die Entscheidung, was man allein daheim gegen den Durst trinkt. Alles kleine Entscheidungen… ohne großes Abwägen, ohne großes Informieren.

Einfach entscheiden, ganz aus dem Bauch heraus.

So lang, bis man eigentlich gar keine Wahl mehr hat.

Und sich nur noch vormacht mit dem Kopf eine Entscheidung treffen zu können, die der Körper aber schon lang für einen getroffen hat.

Und plötzlich ist die Grenze zur Abhängigkeit klar überschritten. Und viele Betroffene berichten, dass sie gar nicht genau sagen können, wann und wo es passiert ist.

Vom Trinken mit Freunden, zu Alkoholismus in Einsamkeit

Für viele Menschen ist Alkohol ein regelmäßiger Teil ihres Alltags: Man trinkt Alkohol gemeinsam mit FreundInnen, in größerer Gesellschaft – auch weil Freunde oder Bekannte einen animieren oder verleiten, mehr zu trinken, als man eigentlich will. Die dann noch auffordernd sagen: „Ans geht doch no… oder?“

Das „Oder“ ist es, an dem sich alles entscheidet: für jeden Einzelnen, jedes einzelne Mal.
Und „Nein“ sagen ist oft gar nicht so einfach? Viele Menschen haben das Gefühl zu müssen, obwohl sie vielleicht gar nicht mehr wollen.

Und irgendwann passiert das alles nur noch völlig unbewusst oder ganz automatisch.

Oft situationsbedingt, weil es einfach als „normal“ gilt, was zu trinken, oft schleichend, weil es einfach zur Gewohnheit wird das zu bestellen, — und oft auch aus sozialem Druck, Kurz: Es verschwimmt die Grenze zwischen Genuss und Muss, und das ist der Beginn, an dem Alkohol zum Problem wird. Mit allen Folgen für den eigenen Körper und die eigene Familie.

Wichtig sich das bewusst zu machen, richtig das bewusst zu sagen

Darum ist es wichtig und richtig auch mal inne zu halten und sich zu überlegen: Will ich das eigentlich? Tut mir das noch gut? Ist es das, was ich auch anderen raten würde? Nur wenn man sich zwischendurch immer wieder diese Fragen stellt, macht man sich bewusst, wann der Genuss geendet, und vielleicht schon das Muss begonnen hat.

Diese Kampagne will dabei unterstüzten, mehr zu dieser Bewusstseinsbildung beizutragen. Und durch mehr Bewusstseinsbildung mitzuhelfen, dass weniger Menschen durch schleichenden Konsum die Grenze überschreiten, die niemand überschreiten will.

Steirische Vereine engagieren sich

Wir haben steirische Vereine dazu aufgefordert, sich gegen übermäßigen Alkoholkonsum einzusetzen – mit vollem Erfolg!

Im Rahmen unserer Förderung hatten die Vereine und Körperschaften der Steiermark die Möglichkeit, Regelungen für maßvollen Umgang mit Alkohol einzuführen und dafür bis zu 500 Euro zur Aufbesserung ihrer Infrastruktur in Form von Musikinstrumenten, Sportgeräten, Uniformen etc. zu erhalten.

Über 40 Vereine haben sich mit ihren kreativen Ideen für die Förderung beworben und viele davon wurden genehmigt. Darunter befinden sich Gruppierungen mit verschiedensten Leidenschaften – Sport-, Musik-, Schützen-, Schach-, Eisstock-, Alpenvereine und viele mehr.

 

Der Styrian Magic Liner – Tanzverein hat seinen Besuchern bei der Veranstaltung „Tanzen und Spaß – Alkohol mit Maß“ einen tollen Abend mit viel Unterhaltung ohne Alkohol geboten. Anstatt mit alkoholischen Getränken konnten  die Gäste nach den Tanzeinlagen mit gesunden Fruchtsäften ihren Durst löschen.


Das zukünftige Ziel des FC Judenburg ist mit dem Projekt „Kids am Ball“ seinen jugendlichen Mitgliedern verantwortungsbewussten Umgang
mit Alkohol vorzuleben.  Im Trainingslager wurde den 12- bis 17-Jährigen ein gesunder Lebensstil näher gebracht. Bei Turnierveranstaltungen werden nun an der Ausschank alkoholfreie Getränke bevorzugt.


Der Verein Drink OR Drive hat es sich vorgenommen, Besuchern von Festen daran zu erinnern, stets davor klarzustellen, wer keinen Alkohol trinken wird und sicher mit dem Auto heimfahren kann. Kalender und Sticker zur Aktion „Sicher nach Hause“ sind bereits in mehreren Bundesländern im Umlauf.


Der Union Squash Club 2000 hat immer schon auf Aufklärung und Vorbildwirkung bezüglich Alkoholkonsum gesetzt. Während Trainings- und Turnierfahrten herrscht absolutes Alkoholverbot, auch für Trainer und Betreuer. Im Rahmen unserer Mikroförderung wurden die jungen Vereinsmitglieder in einem Fachvortrag über die Auswirkung von Alkohol aufgeklärt.


Für die Mitglieder des Reit- und Voltigiervereins zum kleinen Hufeisen ist ein vitaler Lebensstil sehr wichtig. Gemeinsam mit einer Kräuterpädagogin lernen sie bei Vorträgen, Spieleabenden und Wanderungen über die heilsame Wirkung von Kräutern und wie man wohltuende Säfte und alkoholfreie Cocktails mit ihnen kreieren kann.


Der Verein Grünes Kreuz Steiermark – Rettungshunde hat Alkohol zur Gänze aus Trainingseinheiten verbannt. Anlässlich dieser Neuerung wurde ein Hundesportturnier ganz unter dem Motto „Weniger Alkohol – mehr vom Leben“ veranstaltet. Dabei durften nicht nur die Hunde ihr Können unter Beweis stellen, auch die BesitzerInnen absolvierten spannende Challenges.


Der Kampfsportverein Jujutsu Kaishaku hat dem Thema Alkohol einen Abend nach einer ausgiebigen Trainingseinheit gewidmet. Die SportlerInnen konnten in kleiner Runde über ihre Erfahrungen sprechen und setzten sich anschließend  mit den Konsequenzen und Gefahren von übermäßigem Konsum auseinander.


Die Mitglieder der Katholischen Jugend St. Stefan im Rosental haben sich gemeinsam Gedanken gemacht, wie man den 16. Geburtstag ohne Alkohol verbringt. Die Jugendlichen hatten großen Spaß, anti-alkoholische Cocktails zu kreieren und einigten sich auf einen Ehrenkodex, niemanden zum Alkoholkonsum zu drängen.


In der Gruppe der 16 – 20-Jährigen der Steirischen Pfandfinder und Pfadfinderinnen wurde das Projekt „Fair Play“ eingeführt, das Regeln zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol beinhaltet. Unter dem Schwerpunkt „Körperbewusstsein und gesundes Leben“ werden zum Beispiel nicht alkoholische Getränke deutlich günstiger angeboten.


Dem Schützenverein Weiz war es immer schon wichtig, seinen jungen Mitgliedern verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol vorzuleben, besonders während der Trainingseinheiten. Unter dem Motto „Weniger Alkohol – mehr vom Leben“ haben sie ein gänzlich alkoholfreies Turnier veranstaltet. 


Der Musikverein Breitenfeld hat sich dazu entschlossen, die Auswirkungen von Alkohol auf den Körper mithilfe einer Rauschbrille zu erfahren. Die jungen MusikerInnen recherchierten den Alkoholgehalt von Wein, Bier und Co. und lernten, dass schon kleine Mengen große Folgen haben können. 


Das Projekt der Lobinger Ortsmusik „Bewusstseinsbildung Alkohol“ baut auf 4 Säulen auf, die dauerhaft im Verein verankert werden sollen: Dialog, Vereinsvereinbarungen, Öffentlichkeitsarbeit und Strategie für Veranstaltungen. Ihr Ziel ist es, im Verein maßvollen Umgang mit Alkohol zu etablieren. 


Das Probelokal des Musikvereins Stadtkapelle Murau wird bereits seit 50 Jahren strikt alkoholfrei gehalten. So wird die Qualität der Proben erhöht und ihre Ernsthaftigkeit in den Vordergrund gestellt. Dem Kapellmeister sowie allen Mitgliedern der Stadtkapelle ist es wichtig, Vorbild für die jungen Musiker der Musikschule zu sein.


Der künstlerische Verein GMOTA hat Alkohol mit dem  Projekt „Sich ohne Alkohol feiern“ bereits seit 3 Jahren aus dem Vereinsalltag verbannt. Im Rahmen eines Workshops haben die Vereinsmitglieder gelernt, wie man Meditations-Sitzkissen selbst näht. 


Der Österreichische Alpenverein Sektion Wartberg trifft sich unter dem Motto „Freitagsklettern, Sportgenuss statt Alkoholverdruss“ jeden Freitagabend um gemeinsam zu klettern. Mit dieser Aktion konnten sie nicht nur ihre bestehenden Kletterer begeistern, sondern auch neue Leute  dazugewinnen.


Die Musikkapelle Krumegg ist der Meinung, dass es viel mehr Spaß macht, bei Festen das Tanzbein  zu schwingen  anstatt an der Bar zu stehen. Darum haben sie für ihre Jungmusiker einen Tanzkurs veranstaltet und anschließend gemeinsam eine Veranstaltung in ihrem Heimatort besucht. 


Das Ziel der Marktmusikkapelle Stallhofen ist es, ihren Jugendlichen zu vermitteln, dass ein fröhliches Miteinander nicht von Alkohol abhängt. Bei diversen Musikveranstaltungen bietet der Verein seinen Zuhörern zukünftig auch alkoholfreie Möglichkeiten, wie Fruchtsäfte an: die „Vitamin-Stamperl“.


Der realraum – Verein für Technik in Kultur und Gesellschaft hat als Bastelprojekt das Alkometer „Check your Consumtion“ gebaut. Den Mitgliedern ist maßvoller Alkoholkonsum wichtig, darum haben sie die Wände ihres Vereins mit humorvollen Internet-Memes behangen, die Alkoholverzicht gutheißen. 


Dem Musikverein Allerheiligen/Mürzhofen liegt Jugendförderung am Herzen. Ganz nach den Mottos „Kultur statt Beisltour“ und „Achtelnote statt Achtel-Rot“ setzen die Musiker auf Dialog in der Gruppe, Tanzkurse und gemeinsame Besuche kultureller Veranstaltungen. 


Vom Kolland Topsport Juniorteam wurde ein informativer Diskussionsabend für die jungen Sportler und deren Eltern abgehalten. Ein Kurzfilm zum Thema Alkoholmissbrauch hat auf den Abend eingestimmt. Anschließend hat man sich mit Unterschriftenliste darauf geeinigt, im Verein auf Alkohol zu verzichten. 


Der SV Ada Anger hat sich dazu entschieden, mit seiner Aktion regionale Betriebe miteinzubeziehen und hat in Kooperation mit einem Obsthof ihr Getränkeangebot in der Kantine überarbeitet. Zusätzlich werden bei den Jugend- Heimspielen Äpfel zur freien Entnahme bereitgestellt. 


Der MV Grazer Spielmannszug bietet seinen Mitgliedern auch abseits des Vereinsalltags gemeinsame Unternehmungen, um zu zeigen, dass man auch ohne Alkohol Spaß haben kann. Zusätzlich werden sämtliche alkoholfreien Getränke für alle MusikerInnen während und nach den Musikproben gratis zur Verfügung gestellt. 


Der Verein FLIB – Familie in Bewegung will seinen Kindern und Jugendlichen vorleben, dass Spaß nicht mit Alkoholkonsum verbunden ist. In ihren Räumlichkeiten und bei öffentlichen Veranstaltungen lautet das Motto: Es geht auch ohne Alkohol!


Die Schachgesellschaft Schilcherland ist sich sicher, dass Alkohol generell und ganz besonders mit dem Schachspiel nicht vereinbar ist. Zum Jahreswechsel haben sie ein gänzlich alkoholfreies Jugendturnier abgehalten.


Der Eisschützenbund der Holzstockschützen will alle wissen lassen, dass sie sich für maßvollen Alkoholkonsum einsetzten. Darum haben sie dazu ihre „Goldenen Grundregeln“ für den Verein erstellt und  Eisstöcke und -fahnen mit neuen Logos bedruckt.


Im Alpenverein Vorau wurde ein neuer Verhaltenskodex für die Jugendarbeit etabliert. Ihnen ist es wichtig, Alkohol nicht zu verteufeln, sondern den Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol durch ein bewusstes Vorleben beizubringen. 


Die Mitglieder der Bergrettung Knittelfeld bekommen anti-alkoholische Getränke nun bei  Dienstabenden und Hauptversammlungen gratis zur Verfügung gestellt.

 

 

 

Vorbildlich im Umgang mit Alkohol

Der Union Squash Club 2000, der Steirische Eisschützenbund der Holzstockschützen und viele mehr, machten die „Alltagsdroge“ Alkohol, und den damit verbundenen Umgang mit Alkohol in ihrem Verein in Workshops und Diskussionsrunden zum Thema und schafften so Bewusstsein bei ihren Vereinsmitgliedern und deren Familien.

Andere haben entsprechende Regeln in ihre Vereinsstatuten aufgenommen und zügeln den Konsum bei Zusammenkünften, z.B. wird beim Running Team Lannach bei Versammlungen bis Mitternacht kein Alkohol ausgeschenkt.

Musik- und Sportvereine organisierten im Zuge der Aktion spannende Veranstaltungen, wie Tanzkurse und Klettertage – und boten somit ein alternatives Angebot zur Partynacht  mit „Kater-Garantie“. Es ist das Miteinander und der Spaßfaktor, die das Vereinsleben so besonders machen.

Regionale Obst- und Kräutersäfte werden bei zukünftigen Festen vom Reit- & Voltigierverein kl. Hufeisen und dem SV Ada Anger den Alkohol in den Schatten stellen.

Weiter so!

Mit den Bemühungen aller Vereine kommen wir dem Ziel Weniger Alkohol – Mehr vom Leben in der Steiermark einen großen Schritt näher. Wir bedanken uns bei allen, die mitgemacht haben.

 

Eva Biringer: Unabhängig – Vom Trinken und Loslassen

Seit den 1970er-Jahren ist der Konsum von Alkohol in Österreich rückläufig.  Auch der Alkoholkonsum unter Jugendlichen ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Bei einer Gruppe steigt der Alkoholkonsum jedoch an: den jungen und erfolgreichen Frauen ab 30 Jahren. Die Journalistin Eva Biringer hat das Buch „Unabhängig – Vom Trinken und Loslassen“ geschrieben und die Gründe thematisiert. Wir haben sie dazu interviewt.

Worum geht es in dem Buch „Unabhängig – Vom Trinken und Loslassen“?

Das Buch besteht aus zwei Teilen. Eine Hälfte thematisiert meine eigenen Erfahrungen mit Alkohol – vom ersten Schluck bis zu dem Moment, in dem ich beschloss, keinen mehr zu trinken. Die andere Hälfte beschäftigt sich mit Fakten rund um Alkohol und warum der Konsum bei Frauen so hoch ist. Meine These ist, dass es einen Zusammenhang von weiblicher Emanzipation und weiblichem Trinkverhalten gibt.

Warum denken Sie, dass gebildete, gut situierte Frauen ab 30 Jahren immer regelmäßiger Alkohol trinken und bei dieser Gruppe der Alkoholkonsum ansteigt?

Emanzipierte Frauen sind besonders großem Druck ausgesetzt. Sie möchten in allen Lebensbereichen perfekt sein – im Beruf, in der Partnerschaft und als Mutter. Ich nehme gerne die Serie „Sex and the City“ als Beispiel. Dort gönnen sich die coolen, selbstbewussten und eigenständigen Frauen nach einem anstrengenden Arbeitstag die 15 Dollar-Martinis. Alkohol zu trinken hat in dem Fall auch etwas Glamouröses. Man trinkt zwar nicht schon morgens Vodka, aber zum Brunch oder einen After Work Cocktail. Dieses kultivierte Trinken ist nicht nur akzeptabel, sondern schon fast erwünscht. Es ist überhaupt nicht anstößig, Alkohol zu trinken. Im Gegenteil, man muss sich rechtfertigen, wenn man keinen trinkt.

Zählten Sie auch zu diesen Frauen?

Ja, ich war auch eine dieser Frauen. Ich habe auf meine Ernährung und Gesundheit geachtet und am Abend durchaus mal eine ganze Flasche Wein getrunken. Mehr als 15 Jahre lang. Trotz allem war ich „high functional“: die Tage, an denen ich verkatert und nicht arbeitsfähig war, kann ich an einer Hand abzählen. Frauen, wie ich eine war, und die ich auch in meinem Buch beschreibe, gelingt dieses Leben erstmal. Wir sind sehr perfektionistisch.

Hatten Sie selbst mal ein Alkoholproblem?

Ich hatte leider schon sehr früh ein Alkoholproblem. Schon beim ersten Mal Trinken – Rum aus der Flasche bei einem Spiel namens Wahrheit oder Pflicht – konnte ich die Flasche nicht absetzen. Ich habe auch immer wieder mal die Kontrolle verloren. Es blieb oft nicht bei einem Achterl Wein, sondern ich habe auch immer wieder exzessiv Alkohol getrunken. Jetzt trinke ich keinen Alkohol mehr.

Zu welchen Anlässen haben Sie Alkohol getrunken?

Es gab unterschiedliche Anlässe und fast jeden Tag. Ich musste mir alkoholfreie Tage regelrecht vornehmen, weil es immer Gründe gab, Alkohol zu trinken. Ich bin Journalistin und schreibe oft über Essen und Trinken. Bei Pressedinner, Geschäfts- oder Privatessen habe ich immer Alkohol getrunken. Manchmal auch alleine zu Hause. Nicht morgens, aber beim Kochen oder nach der Arbeit. Man kann sich ehrlich gesagt sehr leicht einen Anlass schaffen, um Alkohol zu trinken.

Wie haben Sie den Weg aus der Sucht geschafft?

Ich habe verschiedenste Therapien gemacht. Letztlich haben einige negative Ereignisse bewirkt, dass ich nach mehrmaligen alkoholfreien Monaten wirklich keinen Alkohol mehr getrunken habe. Ich habe mich gefragt, welches Leben ich ohne Alkohol führen könnte. Schlussendlich haben die Nachteile des Alkoholtrinkens überwogen und ich habe komplett aufgehört Alkohol zu trinken.

Warum denken Sie, dass Sie angefangen haben, regelmäßig Alkohol zu trinken?

Das waren wohl verschiedene Faktoren. Vermutlich habe ich eine Veranlagung. Außerdem wird in meinem Arbeitsumfeld „Food-Journalismus“ sehr viel Alkohol getrunken und das Trinken wird wenig problematisiert. Ich habe selten getrunken, um Ängste zu lösen oder Gefühle zu betäuben, sondern um etwas zu erleben. Ich hatte schon immer Lust auf extreme Empfindungen und diese hat mir der Alkohol sehr zuverlässig gegeben.

Wie reagieren Sie, wenn Ihnen Alkohol angeboten wird?

Ich sage, dass ich nicht trinke. Ich habe eine gute Ausrede, da ich jetzt das Buch geschrieben habe. Bevor ich das Buch geschrieben habe, bin ich jedoch auch recht selbstbewusst mit der Frage umgegangen. Gerade in meinem Beruf kommen natürlich Nachfragen, weil es ungewöhnlich ist, dass eine Food-Journalistin nicht trinkt.

Wie gelingt es, das eigene Suchtverhalten auszubremsen und das Gewohnheitstrinken einzustellen?

Der erste Schritt ist, das eigene Trinkverhalten zu reflektieren. Wenn man an einem Abend nur zwei Gläser Wein trinken wollte und am Ende so betrunken war, dass man einen Blackout hatte, ist das ein Kontrollverlust. Die Richtlinie der WHO besagt, dass eine Frau nicht mehr als ein Achterl Wein trinken sollte mit zwei Tagen Pause pro Woche. Wenn man mehr als diesen Richtwert trinkt und es schwerfällt, sich an diese Richtlinie zu halten, sollte man seinen Konsum zumindest mal überdenken.

Wie beurteilen Sie den Umgang mit Alkohol in Deutschland und Österreich?

In Österreich wird noch mehr Alkohol getrunken als in Deutschland. Alkohol ist ein Wirtschaftsfaktor. Dabei ist das Problembewusstsein in der Gesellschaft sehr wichtig. Alkohol sollte im Straßenverkehr verboten werden – es sollte eine 0,0 Promillegrenze gelten. Außerdem sollten bestimmte Gruppen besser vor Alkohol geschützt werden. Das Mindestabgabealter für Alkohol sollte auf 18 Jahre erhöht werden und es sollte viel mehr vermittelt werden, dass Alkohol in der Schwangerschaft schädlich ist. Man sollte ohne Nachfragen oder kritische Kommentare sagen können, dass man keinen Alkohol trinkt. Ich möchte damit nicht sagen, dass alle Menschen aufhören müssen Alkohol zu trinken, aber die Gesellschaft sollte genauer hinsehen und ein Problembewusstsein dafür haben.

Wie beurteilen Sie die Initiative „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ des Gesundheitsfonds Steiermark?

Ich finde die Initiative sehr gut. In der Steiermark ist vor allem der Wein ein wichtiges Thema. Es gibt viele Leute, die gerne Wein trinken oder in der Branche als Winzer oder Gastronom tätig sind. Hier ist es wichtig, dass man den Leuten nicht den Alkohol wegnimmt, sondern aufklärt und den bewussten Umgang mit Alkohol betont.

Quellen

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: Handbuch Alkohol – Österreich, Band 1: Statistiken und Berechnungsgrundlagen, 2021: https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Drogen-und-Sucht/Alkohol/Handbuch-Alkohol-Oesterreich.html  

Factsheet zur Österreichischen Dialogwoche Alkohol „Wie viel ist zu viel?“, 2019: https://www.dialogwoche-alkohol.at/

Der Elch und der Elefant im Wohnzimmer

Man kennt die Geschichte vom rosa Elefanten mit den violetten Punkten, wobei die Farbgebung des Elefanten durchaus divergiert.

Jemand wird gebeten nicht an den rosa Elefanten mit den violetten Punkten zu denken. Und schon ist das Bild im Kopf. Das „Nicht-Denken“ an den Elefanten ist quasi unmöglich-oder?

So was Ähnliches gibt´s auch mit dem Elch. Also ein Elch-ein Ausgewachsener, der im Wohnzimmer steht und zu allem Übel noch streng riecht. Er braucht jede Menge Platz und durch seine ungelenken Bewegungen zerstört er Vasen und Co. Hier ist jetzt die Herausforderung nicht über den Elch zu sprechen. Obwohl er da ist, schlecht riecht und poltert gibt´s ein geheimes Abkommen. Sprechverbot! Keinesfalls darüber reden! Bei Strafe strengstens verboten!

Also tun alle so, als ob der Elch gar nicht da wäre. Und wenn der Elch mal was verbockt ist vermeintlich nichts passiert oder andere regeln die Situation für den Elch. Obwohl die Situation alle fordert schreit keiner:“ Raus mit dem Elch!“.

Völlig unwirklich, geht ja gar nicht oder einfach unmöglich, denkt man sich-stimmt´s?

Und doch spielt sich diese Szene oft im Zusammenhang mit Alkohol ab. Die Kollegin, die den Alkohol-Spiegel halten muss um zu funktionieren, der Kumpel aus dem Verein, der oft über den Durst trinkt, die Familie, die ihre Sonntage im Wirtshaus verbringt.

Jeder bemerkt das Problem, keiner spricht darüber –genau wie bei der Elchgeschichte. Und, vor Augen geführt, wird es eine echte Herausforderung nicht daran zu denken, ganz wie beim rosa Elefanten.  Ist nicht das völlig unwirklich, unmöglich und geht gar nicht?

Zuviel Alkohol ist nicht nur schlecht für den Körper sondern auch fürs Miteinander. Also brechen wir ein Tabu. Sprechen wir über den Elch- also den Alkohol, reflektieren wir wieviel Alkoholgenuss eigentlich normal ist und ob das nächste Glas tatsächlich noch sein muss. Holen wir uns Hilfe, wenn wir sie brauchen uns seien wir stolz darauf das Problem in Angriff zu nehmen!

40 Tage / 40 Nächte


Mit dem Aschermittwoch beginnt offiziell die 40-tägige Fastenzeit. Nach unzähligen kulinarischen Genüssen zu Weihnachten und Fasching ist es vielleicht an der Zeit, unserem Körper endlich was gutes zu tun. Dabei sollte nicht nur auf Süßigkeiten und Fast Food verzichtet werden, sondern auch auf sogenannte Genussgifte, wie Koffein, Nikotin und vor allem Alkohol.

Fasten macht glücklich

Viele ÖsterreicherInnen fasten jedes Jahr auch aus nicht religiösen Beweggründen, davon gibt es nämlich einige. Der Verzicht auf Alkohol und Co. wirkt sich auf vielerlei Weise positiv auf Körper und Geist aus.

  • Alkohol ist bekanntlich eine Kalorienbombe: 2 Krügerl Bier enthalten in etwa genau so viele Kalorien wie eine ganze Leberkässemmel. So können allein durch den Verzicht auf Alkohol die Kilos leichter purzeln. Das wirkt sich wiederum positiv auf den Zucker- und Cholesterinspiegel aus.
  • Kleine, gesunde Mahlzeiten und viel Wasser trinken befreit die Haut von Unreinheiten und lässt den Teint wieder strahlen.
  • Auch das mentale Wohlergehen wird von Fasten positiv beeinflusst. Der Körper schüttet dabei vermehrt das „Gute-Laune-Hormon“ Serotonin aus und lässt fröhliche Frühlingsgefühle aufkommen.

Tipps für eine erfolgreiche Fastenzeit


Überlegen Sie sich genau, woraus Ihre Ernährung in den nächsten 40 Tagen bestehen soll. Verschriftlichen Sie diese Vorsätze zum Beispiel auf einem Post-It Zettel und kleben diesen an den Kühlschrank.

 


Motivieren Sie ihr Umfeld mitzumachen; Sie können sich gegenseitig bestärken und bei gemeinsamen Essen oder Feiern ein auf Ihr Fasten-Ziel abgestimmtes Menü zusammenstellen.

 

 

Es ist schwer, eingefahrene Gewohnheiten einfach hinter sich zu lassen. Versuchen Sie sich mit einem Spaziergang oder einem guten Buch auf andere Gedanken zu bringen.

 

Gesund leben – auch im restlichen Jahr

Experten haben festgestellt, dass es Menschen nach erfolgreich absolvierter Fastenzeit leichter fällt weiterhin einen gesunden Lebensstil zu führen. Dazu gehört auch, beim Ausgehen mal Wasser statt Bier zu bestellen.

Höflich aber bestimmt „Nein“ zu sagen oder andere bei ihrem Alkoholverzicht zu unterstützen, trägt dazu bei, dass Trinken und Feiern nicht mehr zwingend zusammengehören und das Verzichten normalisiert wird.

Wie verbringen Sie die Fastenzeit? Genehmigen Sie Ihrem Körper einen eine Auszeit oder halten Sie den 40-tägigen Verzicht für überbewertet? Schreiben Sie uns!

Kampagnen-Auftakt in Graz

„Das Thema Alkohol ist zwar allgegenwärtig, dennoch wird kaum drüber gesprochen“, so Landesrat Christopher Drexler. „Es ist vorbildhaft von den Steirerinnen und Steirer dieses schwierige Thema offen zu thematisieren und damit als Vorreiter offensiv anzugehen. Nur so können wir Betroffene bestmöglich unterstützen.“

Landesrat Christopher Drexler bringt auf den Punkt, was seit langem ein Problem ist: Obwohl Alkohol zum täglichen Leben gehört, wird die Problematik des übermäßigem Konsums in der Öffentlichkeit kaum thematisiert. Bei der gestrigen Pressekonferenz stellten wir die Ziele der Kampagne vor und riefen dazu auf, tabulos über Alkoholkonsum zu sprechen.

Die steirischen Medien berichten heute ausführlich darüber, warum es an der Zeit ist, verantwortungsvoller mit Alkohol umzugehen:

 

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Kleine Zeitung, 28.04.2017
Ganzen Artikel lesen


ORF.at berichtet 


Kronen Zeitung Steiermark, 28. April 2017



Klipp Online über die Kampagne

 

Verharmloste Sucht

Übermäßiger Alkoholkonsum bei jungen Menschen ist eine bekannte Problematik in Österreich. Gegenmaßnahmen, z.B. die Anhebung der Altersgrenze, ab wann Alkohol getrunken werden darf, stehen regelmäßig zur Diskussion. Dabei wird eine weitere Risikogruppe komplett außen vor gelassen. Suchtprobleme im Alter sind leider keine Seltenheit, ganz im Gegenteil.

Im europäischen Vergleich trinken österreichische Senioren sogar viel mehr als ihre Altersgenossen in anderen Ländern. Wie kommt es dazu?

Das Leben nach der Arbeit

Die Gründe für Alkoholsucht im Alter sind vielfältig. Häufig fallen Menschen nach ihrer Pensionierung in ein Loch. Sie fühlen sich auf einmal nicht mehr gebraucht, ihnen fehlt eine Beschäftigung und sie haben dadurch Probleme, einen strukturierten Tagesablauf zu erhalten. Auch Einsamkeit kann eine große Rolle spielen. Vielen Senioren fehlt der soziale Rückhalt im Familien- und Freundeskreis. Dadurch besuchen sie vermehrt Gasthäuser oder greifen allein zu Hause zur Flasche.

Angehörige sehen das oftmals nicht als Suchtproblem an, vielmehr als eine harmlose Alterserscheinung.

 

 

 

Höheres Alter – höheres Risiko

Wenngleich übermäßiger Alkoholkonsum bei jungen Menschen auch viel Schaden anrichten kann, ist ihr Körper vergleichsweise besser dazu im Stande, die Schadstoffe zu verarbeiten.

Bei Senioren erhöhen sich die Risiken um ein vielfaches. Die selbe Menge Alkohol führt im älteren Körper zu einer höheren Alkoholkonzentration im Blut und die Leber kann den Alkohol nicht mehr so schnell abarbeiten. Die Folgen sind Krankheiten oder schwere Stürze, insbesondere in Kombination mit Medikamenten.


Älteren Männern und Frauen wird demnach empfohlen, nicht mehr als 0,25 l Bier oder 0,1 l Wein pro Tag zu trinken, wobei an mindestens zwei Tagen pro Woche komplett verzichtet werden sollte.


Mögliche Gegenmaßnahmen?

Eine der größten Hürden bei Alkoholsucht im Alter ist die Verharmlosung. Familie und Freunde sowie Pflegepersonal sollten die Sucht als solche erkennen und die betroffene Person darin unterstützen, ihren Konsum zu senken.

Welche Ideen für Aktivitäten haben Sie, um sich nicht die Zeit mit Alkohol vertreiben zu müssen?

Gesund & Fit durch weniger Alkohol

Am 05. und 06. Mai sind wir bei der KroneFIT Gesundheitsmesse in Graz

Dort wollen wir mit Ihnen darüber sprechen, wie sich weniger Alkohol positiv auf Ihre Gesundheit auswirken kann. Außerdem gibt es vor Ort die Möglichkeit, mit einem Selbsttest herauszufinden wie es denn um den eigenen Alkoholkonsum steht.

Mehr vom Leben – Gutschein downloaden und Vorteilsticket sichern

Gegen Abgabe dieses ausgefüllten Gutscheins erhalten Sie am 5. oder 6. Mai 2017 bei der Gesundheitsmesse KroneFIT ein ermäßigtes Vorteilsticket um € 3,– (inkl. MwSt.)

 

05. – 06. Mai
Messe Graz, Halle A

Lokal ist genial

Den meisten ÖsterreicherInnen fällt es leicht, mehrere Bierbrauereien in ihrer Umgebung zu nennen, aber wie steht es mit lokal erzeugten alkoholfreien Getränken? Wir stellen Euch ansässige Wasser- und Fruchtsafthersteller in der Steiermark vor.*

Bewusst einkaufen

Grundsätzlich ist es vorteilhaft, wenn man sich beim Kauf von Lebensmitteln so weit möglich an lokale Hersteller hält. Durch regen Kontakt zwischen Erzeugern und Verbrauchern sind tolle Qualität und Geschmack garantiert. Zusätzlich wird die regionale Wirtschaft gestärkt und die kurzen Transportwege schonen die Umwelt.

Schaut man ins benachbarte Kärnten scheint laut Werbespruch die Sonne…
Der coffeinhaltige Mate Tee ist die Hauptzutat von MAKAvA, das mit Kärntner Quellwasser zubereitet wird. Holunder sorgt für die blumige Note. Ein engagiertes, junges Team mit Markenzeichen bio, fair und regional vertreibt das Getränk in der Steiermark.

Etwas „Uraltes“….  und trotzdem voll im Trend: Verjus. Er wird aus unreifen Trauben gepresst und enthält keinen Alkohol. Seine elegante und milde Säure eignet sich für erfrischende sommerliche Drinks wie auch im Winter für Heißgetränke. …

Mineralwasser

Für Erwachsene wird empfohlen, eine Mindestmenge von 1,5 Liter Wasser pro Tag zu trinken. Mineralwasser enthält zusätzlich Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium und Natrium, die vielerlei Nutzen für den Körper haben.

Mineralwasser-Herststeller Johannisbrunnen, aus Straden in der Steiermark ist sogar bekannt als Heilwasser, das sich anregend auf den Stoffwechsel und Verdauung auswirkt und Sodbrennen lindert. Besonders Interessierte können sogar das dortige Johannisbrunnen-Museum besuchen und mehr über dessen Geschichte und Heilwirkung zu erfahren.

Auch die Peterquelle aus dem südoststeirischen Vulkanland hat sich seit 1959 als Tradtitionsbetrieb etabliert. Neben Mineralwasser bietet Peterquelle auch spritzige Fruchtgetränke, die eine gesunde Alternative zu zuckerhaltigen Softdrinks darstellen.

Fruchtsäfte

Aufgrund des hohen Fruchtzuckergehalts sind Fruchtsäfte zwar eine kleine Kalorienbombe, jedoch enthalten sie je nach Frucht lebensnotwendige Nährstoffe und Vitamine.

Kinzer Fruchtsäfte aus Wolfsberg im Schwarzautal hat 1981 als kleiner Familienbetrieb begonnen und kann mittlerweile mit bunten Apfelsaft-Variationen sogar in einigen Interspar-Filialen in Graz und Deutschlandsberg gefunden werden.

Ribes aus St. Stefan ob Stainz hat verschiedenste Fruchtsäfte im Sortiment und setzt seit 1995 auf BIO – sowohl in der Produktion als auch in der Verpackung. Ihr Motto lautet „Region ist die erste Wahl“.

Also warum in die Ferne schweifen…

… wenn das Gute so nahe liegt. Welche Getränke könnt ihr empfehlen?

 

* die Liste ist rein exemplarisch und kann gerne weitergeführt werden.

Werden Sie Unterstützer_In

Unserer Allianz für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol haben sich bereits viele Steirerinnen und Steirer angeschlossen. Werden auch Sie jetzt aktiv und Teil dieser Allianz!

Mit dem Unterzeichnen und Einhalten der Unterstützungserklärung tragen Sie aktiv dazu bei, dass die gefährlichen Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum in der Steiermark reduziert werden.

Hier können Sie die Unterstützungserklärung downloaden und ausdrucken.

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Unterstützungserklärung

Um die gefährlichen Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum in der Steiermark zu verringern und die schönen Momente des Lebens bewusst zu genießen, unterstütze ich die Initiative „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“. Daher entschließe ich mich freiwillig Folgendem nachzukommen:

                        * … im täglichen Leben ein Vorbild  zu sein und bewusst zu genießen
                        * …den Jugendschutz ernst zu nehmen und einzuhalten. 

                        * … niemanden zu überreden, Alkohol zu trinken.

                        * …auch mit alkoholfreien Getränken anzustoßen.

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92 Wolfgang N.
91 Alexandra H.
90 Michaela S.
89 Andrea E.
88 Kurt W.
87 Maria Z.
86 Herbert E.
85 Erika S.
84 Birgit P.
83 Katharina P.
82 Lukas A.
81 Dieter M.
80 Muna A.
79 Gerda S.
78 Christine O.
77 Peter S.
76 Gerlinde W.
75 Christian G.
74 Julia N.
73 Helga T.
72 Birgit S.
71 Werner O.
70 eckhard l.
69 Bettina P.
68 Birgit L.
67 Martina N.
66 Michaela C.
65 Rupert S.
64 Johannes P.
63 Maria P.
62 Sebastian W.
61 Astrid K.
60 Roland U.
59 horst k.
58 Bernhard T.
57 Ursula H.
56 Barbara B.
55 Alida R.
54 Anita M.
53 Peter K.
52 August P.
51 Erwin N.
50 Wolfgang H.
49 Eva G.
48 Werner G.
47 Isabella E.
46 monika r.
45 petra D.
44 Renate S.
43 Alexandra M.
42 Eva T.
41 Barbara F.
40 Lisa B.
39 Anne R.
38 Raphaela G.
37 Gerhard Ernst W.
36 Florian N.
35 Petra P.
34 Nadja L.
33 Barbara S.
32 Manuela H.
31 Kerstin H.
30 Julia S.
29 Peter F.
28 Sonia G.
27 Edith H.
26 Ulrike R.
25 Julia Anna B.
24 Beatrice B.
23 Linda M.
22 Judy G.
21 Katharina N.
20 Martina S.
19 Kathrin H.
18 Anna A.
17 Michaela S.
16 Sandra M.
15 Maria P.
14 Martina S.
13 Lydia S.
12 Annemarie E.
11 Alexandra B.
10 Simone S.
9 Johannes S.
8 Bianca H.
7 Kristina W.
6 Nicole R.
5 Petra W.
4 Kurt O.
3 Miriam M.
2 Anna D.
1 anna o.

Steirische Vereine engagieren sich wieder

Wir freuen uns, dass sich weitere Vereine dazu entschieden haben, in ihrer Gemeinschaft einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol einzuführen. Gemeinsam können wir in der Steiermark viel verändern!

Im Rahmen unserer Mikroförderung hatten steirische Vereine wieder die Möglichkeit, Regelungen für maßvollen Umgang mit Alkohol einzuführen und dafür bis zu 500 Euro zur Aufbesserung ihrer Infrastruktur in Form von Musikinstrumenten, Sportgeräten, Uniformen etc. zu erhalten.

Diesmal haben sich die Vereine wieder verschiedenste kreative Maßnahmen und Veranstaltungen einfallen lassen, um langfristig einen gesunden Lebensstil in ihrer Community zu etablieren. So konnten insgesamt mehrere Hundert Vereinsmitglieder auf maßvollen Umgang mit Alkohol aufmerksam gemacht werden. Wir freuen uns über diesen Erfolg und bedanken uns bei allen, die mitgemacht haben!

 

Der Jujutsu Kobudo Verein Fudoshin bietet sportliche Alternativen zum regelmäßigen Fortgehen. Trainingsgeräte können jetzt auch außerhalb regulärer Einheiten genutzt werden. Bei Veranstaltungen  werden zukünftig alkoholische Getränke reduziert. 


Die Jungsteirerkapelle Feldbach  hat sich darauf geeinigt, dass  alkoholfreie Getränke im Musikheim gratis ausgeschenkt werden  und bei Musikertreffen regionale Fruchtsäfte alternativ zu Schnaps angeboten werden.

 


Der Musikverein Liebenau  hat einen Workshop mit VIVID veranstaltet. Zusätzlich werden alkoholfreie Getränke im Probelokal gratis und bei Festen vergünstigt angeboten.

 


Die Sängerrunde Spielberg-Sachendorf hat seine Vereinsstatuten aktualisiert und einen alkoholfreien Vereinsausflug organisiert.

 

 


Der SV Novo Athletics hat Workshops und Seminare zur Suchtprävention für Sportler und Trainer organisiert. In Zukunft wird der Verein alkoholfreie Veranstaltungen abhalten.

 


Der TTC Feldkirchen setzt auf Bewusstseinsbildung durch Plakate und bietet preisgünstige alkoholfreie Getränke für seine Mitglieder.

 

 


TUS Spielberg Sektion Karate bietet frische Säfte aus der Region und ihren alkoholfreien Karate-Cocktail in den Vereinsfarben zum Spezialpreis.

 

 


Der UFC Fehring hat in einer Vereinsvereinbarung festgehalten, dass vom Verein selbst bei Jugendhallen-Cups kein Alkohol ausgeschenkt wird.

 

 


Der USG Grambach hat sich „Weniger Alkohol-Mehr vom Leben“ Sportwimpel besorgt, die neue Position „Suchtbeauftragter“ im Vorstand eingeführt und einen Artikel zum Thema Sport und Alkohol in ihrer Gemeindezeitung veröffentlicht.


Der Weststeirische Fliegerclub macht mit Plakaten, Infomaterial und Diskussionsrunden auf die Aktion aufmerksam und vergibt bei Wettbewerben alkoholfreie Siegerpreise und Geschenkskörbe.

 


Der Jujutsu Kobudo Verein Heijoshin hat in einer Diskussionsrunde Vereinsregeln für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol auf Plakaten festgehalten und bietet alkoholfreie Getränke jetzt günstiger an.

 


Die Naturfreunde Steiermark setzen auf Bewusstseinsbildung. Bei Veranstaltungen werden gesunde Alternativen angeboten, um ein Umdenken zu bewirken. Auch Eltern werden einbezogen und haben eine Vorbildwirkung.

 


Die Bar der Ortsmusikkapelle St.Martin am Wöllmißberg wird in die Verantwortung der Jugend übergeben. Zusätzlich besuchten die Mitglieder einen Vortrag einer Diätologin, um zu erfahren, wie man bewusst mit Alkohol umgeht.

Maturareise mal anders

Gast-Bloggerin und Maturantin Florentina erklärt warum Maturareise und zu viel Alkohol eigentlich gar nicht zusammenpassen.

Die wahrscheinlich meist gestellte Frage, die man sich zur Zeit beim small talk mit anderen gestressten Maturanten stellt, ist wo es auf Maturareise hingehen wird. Alle fiebern darauf hin, die Matura (hoffentlich)  hinter sich gebracht zu haben und feiern gehen zu können, besser gesagt sich am besten gleich eine Woche lang niederzusaufen, als Zeichen der Freiheit. 

Doch ist das wirklich das Wahre? Ist Komasaufen der Sinn einer Abschlussreise ? 

Die meisten Leute können dir nach einem solchen Sauftrip gar nicht wirklich erzählen wie es war, da sie sich einfach nicht erinnern können, wird schon gepasst haben, Hauptsache Alkohol ist die Devise.

Summersplash & Co versprechen eine unvergessliche Maturareise, eine beinahe utopische Annahme, bei solch einem Alkoholkonsum und Dauerkater zu meinen das man alles in Erinnerung behält.

Doch warum macht man eine Maturareise und was sind wirklich wichtige Hintergedanken? 

Das wohl wichtigste ist der Gemeinschaftsgedanke, die letzte gemeinsame Reise, das letzte mal zusammen nach so vielen Jahren  in der Schule, man wünscht sich einen schönen Abschluss. Die Reise sollte die Krönung darstellen, man sollte zusammen was erleben, die Gemeinschaft noch einmal aufleben lassen und natürlich auch feiern, aber vielleicht so dass auch andere Dinge möglich sind und nicht nur Übelkeit, Kopfweh und co auf dem Tagesplan stehen.

Um genau diese Wünsche umzusetzen sollte man Alternativen überdenken, die vielleicht wirklich unvergesslich werden. 

Eine Möglichkeit wäre beispielsweise eine Villa in einem gewünschten Land für eine Woche zu mieten und die Reise ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten!  Denn wenn man so eine Villa mietet kann man sich den Preis mit den Klassenkollegen teilen und so bleibt nur ein kleiner Teil übrig. Bei diesen Angeboten sind eigentlich wenig Grenzen von einem Haus direkt am Meer bis zum eigenem Pool, Billardtisch und Sauna und  ist alles dabei. Man kann sich in diesem Fall seine Zeit komplett frei einteilen, man ist komplett unabhängig und stärkt durch gemeinsames Kochen und das Zusammenleben im allgemeinen die Gemeinschaft noch zusätzlich. Von Party über sportliche Aktivitäten und kulturellem Angebot, auf so einer Reise wäre sicher für jeden das passende dabei.