Fastenchallenge 2020

Mit dem Aschermittwoch beginnt offiziell die 40-tägige Fastenzeit, die bis 9. April andauert. Seinem Körper etwas Gutes tun – um das geht es bei unserer Fastenchallenge. Machen Sie mit bei unserer Fastenchallenge 2020 und verzichten Sie 40 Tage lang auf Alkohol!

40 Tage ohne Alkohol

Wir verzichten in der Fastenzeit gemeinsam auf Alkohol. Auf Facebook können Sie Ihr Profilbild mit unserem Fastenchallenge-Rahmen aktualisieren und so ein Zeichen gegen übermäßigen Alkoholkonsum setzen.

Auf Facebook und Instagram werden Sie auf unseren Accounts durch die Fastenzeit begleitet – mit vielen spannenden Fakten und Motivationstipps. Einfach Seiten liken und Up-to-date bleiben. Wir ziehen das gemeinsam durch!

Gute Gründe, um auf Alkohol zu verzichten

Viele ÖsterreicherInnen fasten nicht aus religiösen Beweggründen, sondern weil sich der Verzicht von Alkohol und Co. positiv auf Körper und Geist auswirkt:

  • Alkohol ist eine Kalorienbombe: 2 Krügerl Bier enthalten in etwa genau so viele Kalorien wie eine ganze Leberkässemmel. So können allein durch den Verzicht auf Alkohol die Kilos leichter purzeln. Das wirkt sich wiederum positiv auf den Zucker- und Cholesterinspiegel aus.
  • Kleine, gesunde Mahlzeiten und viel Wasser trinken befreit die Haut von Unreinheiten und lässt den Teint wieder strahlen.
  • Auch das mentale Wohlergehen wird von Fasten positiv beeinflusst. Der Körper schüttet dabei vermehrt das „Gute-Laune-Hormon“ Serotonin aus und lässt fröhliche Frühlingsgefühle aufkommen.

Erfolgreich fasten

Hier ein paar Tipps, wie Sie es schaffen, Ihre Fastenvorsätze auch durchzuhalten:

  • Es ist einfacher Fasten-Ziele einzuhalten, wenn diese konkret definiert sind. Beispielsweise 40 Tage lang gar keinen Alkohol oder nur ein Bier jeden Sonntag. Verschriftlichen Sie diese Vorsätze zum Beispiel auf einem Post-It Zettel und kleben diesen an den Kühlschrank.
  • Informieren Sie Freunde, Familie und Bekannte über Ihr Vorhaben. Umso mehr Menschen davon wissen, desto eher tendieren Individuen dazu, ihr Vorhaben auch wirklich durchzuziehen. Stichwort: gesellschaftlicher Druck. Deshalb: Schnell das Profilbild mit unserem Fastenchallenge-Rahmen aktualisieren und schon wird kein Bier mehr angerührt.
  • Gemeinsam mit Familie oder Freunden zu fasten ist viel einfacher: Motivieren Sie Ihr Umfeld mitzumachen. Sie können gegenseitig bestärken und gemeinsam macht es einfach mehr Spaß.
  • Neue Dinge ausprobieren. Es ist schwer, eingefahrene Gewohnheiten einfach hinter sich zu lassen. Vielleicht einfach einmal die neue Hipster-Limonade anstatt des Spritzers ausprobieren? Oder sich statt auf einen Drink in diesem einen Museum zu treffen, in das man schon immer mal wollte?

Gesund leben – auch im restlichen Jahr

ExpertInnen haben festgestellt, dass es Menschen nach erfolgreich absolvierter Fastenzeit leichter fällt, weiterhin einen gesunden Lebensstil zu führen. Dazu gehört auch, beim Ausgehen mal Wasser statt Bier zu bestellen.

Höflich aber bestimmt „Nein“ zu sagen oder andere bei ihrem Alkoholverzicht zu unterstützen, trägt dazu bei, dass Trinken und Feiern nicht mehr zwingend zusammengehören und das antialkoholische Zusammensein und Feiern normalisiert wird.

Kinder, Jugend und Familie

Der erste Schwerpunkt unseres Steirischen Aktionsplans Alkoholprävention beschäftigt sich mit alkoholbezogenen Problemen bei Kindern, Jugendlichen und Familien. In Kooperation mit VIVID,  Fachstelle für Suchtprävention des Landes Steiermark, ist es möglich, zusätzliche alkoholpräventive Angebote in der Steiermark umzusetzen.

Wir bieten sowohl für Kinder, Jugendliche und Eltern als auch für Pädagogen und Pädagoginnen aus Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen folgende Seminare und Programme an:

  • plus – Das österreichische Präventionsprogramm für die 5. bis 8. Schulstufe der Bildungsregion Liezen erweitert 
  • Seminare für die Jugendarbeit für MitarbeiterInnen der außerschulischen Jugendarbeit zum Thema Alkohol
  • Seminare für LehrerInnen ab der 5. Schulstufe 
  • Suchtprävention im Kindesalter und Seminare zu Spezialthemen für Kindergartenpädagoginnen/-pädagogen, Hortpädagoginnen/-pädagogen und KinderbetreuerInnen
  • Projekt Spielzeugfrei für Kindergarten bzw. Kinderkrippen
  • Seminare zum Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien für Pädagoginnen und Pädagogen aus Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen und für Pädagoginnen und Pädagogen in Volksschulen an.
  • Eigenständig werden – ein Unterrichtsprogramm zur Förderung der Lebenskompetenzen für Volksschulpädagoginnen/-pädagogen
  • Über Alkohol reden – Vorträge für Eltern
  • Was geht ab? – Gesprächsrunden für Eltern von Jugendlichen

Kontaktieren Sie info@vivid.at, wenn Sie sich für eine dieser Veranstaltungen interessieren. Weitere Infos finden Sie auch unter http://www.vivid.at/angebot/vivid-unterstuetzt-die-initiative/

 

Pressekonferenz mit Gesundheitslandesrätin zu Toolkits

Gesundheitslandesrätin Dr.in Juliane Bogner-Strauß hat heute gemeinsam mit der Initiative „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ des Gesundheitsfonds Steiermark Vertreterinnen und Vertretern der Medien die beiden Toolkits für Vereine und Betriebe vorgestellt.

Personen v.l.n.r.: Christian Gejer, Safety & Health Manager der Brau Union Österreich AG; Bianca Heppner , Gesundheitsfonds Steiermark; Gesundheitslandesätin Juliane Bogner-Strauß; Erich Riegler, Landesobmann Steirischer Blasmusikverband
Fotocredit: Gesundheitsfonds/Streibl

Vereine und Betriebe erreichen täglich zehntausende Vereinsmitglieder und 400.000 Beschäftigte in ihrer Lebenswelt, beruflich und privat. Um ihrer Verantwortung für MitarbeiterInnen und Mitglieder im Zusammenhang mit einem maßvollen Umgang mit Alkohol einfacher gerecht werden zu können, hat der Gesundheitsfonds Steiermark zwei neue Werkzeugkoffer – so genannte „Mehr vom Leben“-Toolkits – speziell für Vereine und Betriebe mit umfassenden Informationen und Anleitungen für Präventionsarbeit herausgegeben

Alkoholprävention ist fixer Teil der betrieblichen Gesundheitsvorsorge

„Der Weg vom Genuss über die Gewohnheit bis zur Sucht ist kürzer als man glaubt, denn es wird zu wenig über die Risiken von Alkohol gesprochen. Die Förderung von Alkoholprävention in Betrieben und Ver-einen ist ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein im Umgang mit Alkohol zu steigern“, sagt Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß.

Die Landesrätin betonte weiter, dass Alkoholprävention, wie der gesunde Apfel oder die Rückengesundheit, zur betrieblichen Gesundheitsförderung gehöre: „Alkoholprävention führt zu weniger Arbeitsunfällen, höherer Produktivität und einem besseren Betriebs- und Vereinsklima.“ Hier finden Sie die Presseaussendung zum Nachlesen.

Toolkits: Praxisnah, niederschwellig und übersichtlich

„Wir haben ganz bewusst zwei umfassende und niederschwellige Toolkits, also Informations-Werkzeugkoffer, für Vereine und Betriebe zusammengestellt, um einen großen Teil der Bevölkerung effektiv zu erreichen“, erklärt Bianca Heppner, Projektmitarbeiterin der Initiative „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ des Gesundheitsfonds Steiermark.

Die Toolkits enthalten neben Basisinformationen zum Thema Alkohol vor allem praktische Handlungsempfehlungen und Tipps, wie ein verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol im Alltag gelingen kann.

Die „Mehr vom Leben“-Toolkits sind niederschwellig, übersichtlich, umfassend, leicht umsetzbar und beinhalten an die jeweilige Betriebsgröße angepasste Maßnahmen. Die praxisnahen Informations-Werkzeugkoffer richten sich an Führungskräfte aus Vereinen und Betrieben sowie HR-Manager*Innen, ArbeitsmedizinerInnen und -psychologInnen, Betriebsräte und Sicherheitsfachkräfte.

Unter diesen Links können Sie die Toolkits kostenlos downloaden:

Mehr vom Leben“-Toolkit Vereine

Mehr vom Leben“-Toolkit Betriebe

Abschluss-Event der Mikroförderung

Erstmals haben sich Vereine aus dem ganzen Bundesland dafür engagiert, dass Alkohol in der Steiermark nicht zum Problem wird. Die Vereine hatten im Zuge der Mikroförderung  Anfang des Jahres die Möglichkeit, sich für die Förderung in Maximalhöhe von  € 500 zu qualifizieren, indem sie ein Zeichen gegen übermäßigen Alkoholkonsum setzen.

 

 

 

 

Darum stellte der Gesundheitsfonds Steiermark am 9. Mai  den kreativen Einsatz von über 30  Vereinen im Rahmen eines Abschluss-Events vor und zeichnete sie mit Urkunden aus. Die Musikkapelle Krumegg ist zusätzlich unser Facebook-Gewinner mit den meisten Likes auf ihren Beitrag.

Ziel des Förderungsprojektes war es, vor allem bei jungen Menschen einen Dialog anzustoßen und sie zum Thema Alkohol zu sensibilisieren:  „In der persönlichen Entwicklung von Jugendlichen spielen Vereine eine große Rolle. Umso wichtiger ist es, dass der Verein sich seiner Vorbildwirkung bewusst ist und mit gutem Beispiel voran geht“, sagt Petra Wielender vom Gesundheitsfonds Steiermark. 

Einmal geht’s noch!

Die erfolgreiche Mikroförderung geht ab jetzt in die zweite Runde. Steirische Vereine und Körperschaften haben wieder die Chance, sich mit originellen Ideen zum Thema Alkoholprävention für die Mikroförderung zu qualifizieren und so ein Umdenken in der Steiermark anzustoßen.

Bis 1. August können sich Vereine auf www.mehr-vom-leben.jetzt/foerderung anmelden und 500 Euro für ihr Engagement sichern!

Alkohol? Nein, danke!

Mehr Akzeptanz für die Entscheidung, auf Alkohol zu verzichten

Im Rahmen der Österreichischen Dialogwoche Alkohol (17. bis 23. Mai 2021) veröffentlicht die Initiative „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ des Gesundheitsfonds Steiermark eine neue Comic-Serie zum Thema „Erklärungen und lockere Sprüche leid? Ein einfaches ‚Nein, danke!‘ reicht!“

„Wie bitte, du trinkst heute nichts?“, „Es ist doch Wochenende, sei kein Spaßverderber!“, „Ein kleines Glas geht schon, du bist ja sonst nicht so?!“ – Wer ein alkoholisches Getränk ablehnt, stößt meist auf Unverständnis und Erstaunen oder erntet kritische Reaktionen. Kein Wunder also, dass es vielen Menschen schwerfällt, „Nein“ zu Alkohol zu sagen. In Österreich ist Alkohol so stark im gesellschaftlichen Miteinander verankert, dass es fast schon als nicht normal gilt, wenn man keinen Alkohol trinkt, erklärt Petra Wielender, von der Initiative „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ des Gesundheitsfonds Steiermark.

Alkohol ablehnen: Ausreden für jeden Typ und Anlass

Sucht man im Internet nach Ausreden für den Verzicht auf Alkohol“ liefert Google binnen Sekunden knapp 95.000 Treffer. Für jeden Anlass und für jeden Typ wird ein Potpourri passender Ausreden geliefert. Die Vorschläge reichen von sachlichen Argumenten – wie zum Beispiel der gestrige Kater, ein wichtiger beruflicher Termin oder die Einnahme von Medikamenten – bis hin zu kreativen Sprüchen, die den Antwortsuchenden helfen sollen, den Kelch des Alkohols witzig und charmant an ihnen vorübergehen zu lassen. „Da fragt man sich natürlich, ob es das sein kann? Brauche ich wirklich eine Ausrede, um keinen Alkohol zu trinken oder um nach dem ersten Glas zu stoppen?“, regt Petra Wielender an.

Warum es vielen Menschen schwerfällt, Nein zu sagen

Die gesellschaftliche Realität ist, dass ein Nein zu einem alkoholischen Angebot oft nicht verstanden und auch nicht einfach so akzeptiert wird. Häufig wird man nach dem „Nein, danke“ weiterhin bedrängt. Wer nicht so selbstbewusst ist, gibt irgendwann nach und trinkt doch ein Glas mit.

Die Angst vor Kritik oder Ablehnung und von der Gruppe ausgegrenzt zu werden ist groß. Auch die Befürchtung, etwas zu verpassen oder sich unbeliebt zu machen hält Erwachsene davon ab, einfach Nein zu sagen.

Was kann ich sagen, um Alkohol abzulehnen?

Bianca Heppner von der Initiative „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ empfiehlt, Klartext zu reden: „Ein einfaches, aber bestimmtes ‚Nein, danke!‘ reicht. Es sind keine Ausreden nötig, wenn man keinen Alkohol trinken möchte!“.

Menschen neigen dazu, ihren Alkoholverzicht zu begründen. Das kann man machen, notwendig ist es aber nicht. Denn ob Alkohol getrunken wird, darf und sollte jeder Erwachsene selbst entscheiden. Wenn die Ablehnung begründet wird, ist es wichtig, darauf zu achten, dass man sich nicht für ein Nein entschuldigt oder gar rechtfertigt. Vor allem Gastgeberinnen und Gastgeber sollten ihren Gästen die Wahlfreiheit lassen und auch immer alkoholfreie Alternativen anbieten. Das alkoholfreie oder alkoholreduzierte Angebot dafür wird immer attraktiver und größer.

3. Österreichische Dialogwoche Alkohol: Über Alkohol reden

Alkoholkonsum wird in Österreich tendenziell immer noch verharmlost. Vor allem Alkoholabhängigkeit als ernste Erkrankung ist nach wie vor ein Tabuthema.

Die Dialogwoche Alkohol der Österreichischen ARGE Suchtvorbeugung informiert und regt an, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken und ins Gespräch zu kommen: Wie viel Alkohol trinke ich? Ab wann ist es zu viel? Das Nachdenken und reden über diese Fragen ändert oft auch das Verhalten in Richtung weniger trinken. Das heißt man will auch öfters ablehnen.

Mit humorvollen Comics Bewusstsein schaffen

Mit der neuen Comic-Serie will die Initiative „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ das „Nein-sagen“ unterstützen. Die Zielgruppe sind Steirerinnen und Steirer im Alter von 16-100 Jahren (erst ab 16 Jahren ist Alkohol in Österreich erlaubt). Den meisten fällt es schwer, Alkohol in einer geselligen Runde abzulehnen. Dazu werden in den Comics unterschiedliche Alltagssituationen – wie das Treffen im Stammlokal, ein Feierabendbier am Arbeitsplatz oder die wöchentliche Kartenrunde – dargestellt. Inhaltlich lehnt die Hauptfigur aus dem Comic einen angebotenen alkoholischen Drink ab. Die teils absurd-humorigen Ausreden werden am Ende aufgelöst. Das soll einen „Aha-Moment“ bei den Steirerinnen und Steirern erzeugen.

„Die Comics verdeutlichen überspitzt, wie sehr man sich mit Ausreden beschäftigt, anstatt einfach Nein zu sagen. Weil wir Angst haben, als ‚Spielverderberin und Spielverderber‘ dazustehen wollen wir oft eine besonders schlagfertige Ablehnung geben. Eigentlich geht es niemanden etwas an, warum ich heute nichts Alkoholisches trinken will. Also brauche ich auch keine kreativen Antworten“, erklärt Bianca Heppner. Denn: Es ist ok, Nein zu sagen!